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Lotus F1

Das erste F1-Auto der Saison 2010

Lotus F1 Foto: Lotus F1 4 Bilder

F1-Neueinsteiger Lotus F1 hat als erstes Formel 1-Team Fotos seines Boliden für die Saison 2010 veröffentlicht. Dabei handelt es sich allerdings nur um ein verkleinertes Windkanalmodell. Technikchef Mike Gascoyne hofft, rechtzeitig zum Saisonstart fertig zu werden.

14.10.2009 Tobias Grüner

Über die neuen Teams ist viel spekuliert worden. Besitzen sie die finanziellen Ressourcen? Verfügen sie über das technische Knowhow? Und vor allem: Werden sie rechtzeitig zum Start der neuen Saison fertig mit dem neuen Auto?

Die Mannschaft von Lotus F1 versucht diese Bedenken schon im Keim zu ersticken. Bereits in der Entwicklungsphase gibt der Neueinsteiger tiefe Einblicke in das Design des neuen Autos. Mitte September wurde der Rennstall mit dem großen Namen als 13. Team für die kommende Saison vorgestellt. Nicht einmal einen Monat später ist das erste Modell für den Windkanal bereit.

Nase im Force India-Stil

Viel zu erkennen ist dabei allerdings noch nicht. Die Nase ist im Force India-Stil relativ hoch gelegt, der Frontflügel ist relativ einfach gestaltet. Bei seinem ersten Modell testet Lotus einen doppelten Flap. Die Ähnlichkeit zu Force India könnte nicht zufällig sein. Bevor Technikchef Mike Gascoyne zu Lotus ging, arbeitete er beim indischen Team. Auch eine Lackierung ist bei Windkanalmodellen natürlich nicht vorhanden und wird wohl erst bei den Tests im Frühjahr vorgestellt.

"Der Beginn der Windkanaltests ist immer ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Formel 1-Autos, aber es ist für uns besonders aufregend, während wir die Vorbereitung auf unsere Premierensaison voranbringen", erklärt der technische Leiter. Allerdings hat man mit dem Design nicht erst mit der Bekanntgabe der FIA begonnen. "Wir arbeiten bereits seit einigen Monaten und hatten schon Teile der Team-Infrastruktur aufgebaut, wie z.B. die Finanzierung, die Fabrik und das Top-Management", so Gascoyne.

Wettlauf gegen die Zeit bis zum Saisonstart

Nun gehe es darum, weiter verstärkt nach Personal zu suchen und die Entwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Die Erwartungen für das erste F1-Jahr sind entsprechend gering: "Wir sind ein neues Team und wir beginnen spät mit der Entwicklung. Es wäre schon eine Leistung, wenn wir es nur schaffen, in Bahrain zwei Autos auf die Startaufstellung zu bringen. Ich hoffe, dass wir uns zur Saisonmitte als bestes Rookie-Team etabliert haben und den Rest des Jahres weiter Fortschritte zeigen können", erklärt Gascoyne.

Zum fehlenden Personal zählen nicht nur Ingenieure und Mechaniker, sondern auch die beiden Fahrer. Hier ist noch keine Entscheidung gefallen. "Wir haben uns sehr genau auf dem Markt umgeschaut, um die besten Optionen für die kommende Saison zu finden, aber es gibt noch keine feste Wahl. Wir brauchen vielseitige Fahrer. Wir brauchen zuverlässige und technisch-aufgeschlossene Fahrer, die uns bei der Entwicklung des Autos während der Saison helfen können. Aber gleichzeitig brauchen wir auch Piloten, die hungrig nach guten Resultaten sind und jederzeit das letzte Quentchen aus dem Auto rausholen können."

Lotus durch und durch malaysisch

Auch über die malaysischen Fahrer hat man sich laut Gascoyne genau informiert. Das Team wird von malaysischen Investoren unterstützt und wird unter malaysischer Flagge antreten. "Wir werden durch und durch ein malaysisches Team werden." Zumindest in den Bereichen Verwaltung, Vermartkung und PR will man auch Fachpersonal aus dem asiatischen Zwergstaat einsetzen. Außerdem gebe es langfristige Pläne, ein technisches Entwicklungszentrum an der Rennstrecke von Sepang anzusiedeln. Momentan liegt die Basis noch im britischen Hingham. Aber am Ende soll das Headquarter einmal nach Malaysia verlegt werden.

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