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Lotus-F1-Debüt in Bahrain

"Ich hoffe Colin Chapman wäre zufrieden gewesen"

Heikki Kovalainen Foto: Lotus F1 62 Bilder

Das neuformierte Lotus-Team konnte als einziger Neuling beide Autos in die Wertung bringen. Die Freude über das gelungene Debüt war groß. Dabei vergaß Teamchef Tony Fernandes auch nicht das große Erbe von Lotus-Gründer Colin Chapman.

15.03.2010 Tobias Grüner

Heikki Kovalainen landete in Bahrain auf Rang 15, Jarno Trulli auf Platz 17 - für Lotus ging damit ein Traum in Erfüllung. In nur fünfeinhalb Monaten hat sich die kleine Mannschaft unter malaysischer Führung zu einem funktionierenden Formel 1-Rennstall entwickelt und das erste Auto auf die Räder gestellt.

Lotus ohne Defekt

Im Gegensatz zu den anderen beiden Neulingen gab es bei Lotus kaum einen Defekt zu beklagen. "Nur kleinere Elektrik-Probleme im Training", berichtete Teamchef Tony Fernandes stolz. Nach dem Rennen war die Freude über das gelungene Debüt groß: "Sogar die Jungs von Virgin sind rübergekommen, haben gratuliert und den Hut gezogen. Beim Jubeln bin ich nur leider so wild herumgesprungen, dass ich nun Rückenschmerzen habe. Es ist lange her, dass ich so glücklich war. Ich kann das Gefühl kaum in Worte fassen."
 
Nur Richard Branson vom Erzrivalen Virgin fehlte unter den Gratulanten. "Nachdem sie uns im Qualifying geschlagen hatten, kam er gleich vorbei", grinste Fernandes. "Es ist aber noch zu früh zu sagen, wer das Duell gewinnen wird. Es sind noch 18 Rennen zu fahren. Heute war unser Tag. Ich hoffe Colin Chapman wäre zufrieden gewesen, mit dem was wir erreicht haben."

Tradition wird bei Lotus groß geschrieben
 
Die neuen Verantwortlichen bei Lotus versuchen bei jeder Gelegenheit, dass Erbe des berühmten Firmengründers mit Würde weiterzuführen. Tradition wird groß geschrieben. "Vor dem Rennen gab mir Clive Chapman die alte Lotus-Kappe seines Vaters Colin und sagte: Wenn ihr das erste Rennen gewinnt, musst Du die Mütze bei der Zieldurchfahrt in die Luft werfen, so wie es mein Vater immer gemacht hat.' Das hat mir viel bedeutet und war eine tolle Geste."
 
Trotz des guten Starts weiß man aber auch bei Lotus, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. "Das Ziel bleibt weiterhin, die Rennen zu beenden und weiter zu lernen. Wenn wir im Kräfteverhältnis nach vorne kommen, dann wäre das natürlich gut. Aber das ist nicht die Hauptaufgabe für diese Saison", so Fernandes. "Das sage ich auch unseren Anteilseignern immer wieder: Hier geht es nicht um schnellen Erfolg, sondern darum eine solide Struktur für die Zukunft zu errichten. Wir wollen hier noch eine ganze Weile mitfahren."

Erwartungen nicht zu hoch schrauben
 
Auch Pilot Heikki Kovalainen warnt vor übertriebenen Erwartungen. "Momentan läuft alles nach Plan. Der Abstand nach vorne liegt in dem Bereich, den wir erwartet haben. Wir hatten ja nicht viel Zeit zur Entwicklung. Uns blieben nur wenige Monate, um eine Team und ein Auto aufzubauen. Wir müssen jetzt diszipliniert weiterarbeiten und Fortschritte erzielen. Vor allem bei der Zuverlässigkeit. Ohne Testfahrten ist das natürlich schwierig. Wir brauchen einfach mehr Zeit."
 
Mit seinem ersten Rennen im grün-gelben Lotus-Renner war der Finne zufrieden: "Wir hatten kaum Probleme das ganze Wochenende hindurch. Ich habe das Rennen genossen, auch wenn sich die Strategie nicht ganz ausgezahlt hat. Wir haben wohl mindestens eine halbe Minute durch die Überrundungen verloren. Aber wir konnten zuende fahren und das war das Ziel." An die Überrundungen muss sich Kovalainen erst noch gewöhnen. "Es ist etwas frustrierend. Wenn man von einer Gruppe eingeholt wird. Da wird man einfach abgelenkt. Man muss von der Ideallinie gehen und sammelt sich auf der dreckigen Spur Schmutz in die Reifen. So ist es eben. Da können wir jetzt erst einmal nichts dran ändern."

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