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Lotus-Flügelproblem bleibt Rätsel

Kovalainen verliert 20 Punkte Abtrieb

Heikki Kovalainen - GP USA 2013 Foto: xpb 70 Bilder

Heikki Kovalainen hätte beim GP USA Achter werden können. Doch der Finne musste einen unfreiwilligen zweiten Boxenstopp einlegen. Noch immer ist nicht ganz geklärt, warum der Frontflügel plötzlich dramatisch an Abtrieb verlor.

21.11.2013 Michael Schmidt

Es wäre so schön gewesen. Punkte beim Debüt für Lotus. Nach dem ersten Boxenstopp lag Heikki Kovalainen auf Punktekurs. "Platz 8 wäre möglich gewesen", rechneten die Lotus-Ingenieure nach. Doch dann passierte etwas Unerwartetes. Der Frontflügel verlor 20 Punkte Anpressdruck. Das sind fast sieben Prozent des Gesamtabtriebes.

"Es passierte von einer Sekunde auf die andere, ich glaube es war in Kurve 11", berichtet Chefingenieur Alan Permane. Kovalainen kämpfte mit dem Rücken zur Wand. Zuerst ging Paul di Resta vorbei, dann Nico Rosberg. Lotus holte seinen Fahrer an die Box. "Es machte keinen Sinn, so weiterzufahren." Kaum war der neue Flügel drauf, erzielte Kovalainen wieder normale Rundenzeiten. Seine schnellste in Runde 52 bedeutete am Ende Rang 7 in der Reihenfolge.

Gummistücke unwahrscheinlich

Bei Lotus rätselt man noch immer, was den Flügel in seiner Funktion so stark beeinträchtigt haben konnte. Bei der Inspektion war nichts festzustellen. An Gummiklumpen in den Frontflügelschlitzen glaubt Permane nicht: "Es muss ein massiveres Teil gewesen sein. Mit Gummistücken verlierst du nicht so viel Abtrieb."

Dafür spricht ein anderes Indiz. Die Lotus-Telemetrie registrierte gleichzeitig vorne höhere Bremstemperaturen. Offenbar hatte sich etwas im Flügel verheddert, das die Bremskühlung beeinträchtigte. Mit dem Ersatzflügel gingen die Temperaturen wieder auf Normalmaß zurück.

Lotus nur auf Webber konzentriert

Allem Pech bei Kovalainen zum Trotz hakte Lotus den vorletzten Grand Prix des Jahres als Erfolg ab. Romain Grosjean war wieder mal der einzige, der die Red Bull ärgern konnte. "Wir hatten Webber im Griff", notierte Permane zufrieden. Grosjean richtete sein ganzes Rennen auf Webber aus. Sebastian Vettel interessierte ihn nicht.

"Den hätten wir auch nicht geschlagen, wenn Romain beim Start in Führung gegangen wäre. Seb hat so viel Speed, er hätte uns durch einen früheren Boxenstopp ausgekontert und wäre dann an der Spitze sein Rennen gefahren", winkt Permane ab. Rückblickend wäre genau das die Taktik für den GP Japan gewesen. "Dort haben wir vom Sieg geträumt. Hätten wir unser Rennen auf Webber ausgerichtet, wären wir auch vorne geblieben."

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