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Lotus frustriert

Räikkönen verschenkt Podiumsplatz

Kimi Räikkönen GP China 2012 Foto: Daniel Reinhard 93 Bilder

Lotus hat in China erneut die Chance verpasst, ein gutes Ergebnis einzufahren. Kimi Räikkönen fuhr auf Podiumskurs, fiel aber kurz vor dem Ziel innerhalb von zwei Runden zwölf Plätze zurück. Etwas besser lief es immerhin beim zweiten Lotus.

17.04.2012 Bianca Leppert

"Es muss einfach alles zusammenpassen", sagt Romain Grosjean noch am Donnerstag vor dem Grand Prix von China. In Melbourne und Malaysia kam der Franzose nur auf vier Runden. In Shanghai sah er erstmals die Zielflagge. Mit dem sechsten Platz gab es sogar noch die ersten Punkte der Saison.

Dieses Mal traf das Lotus-Pech Kimi Räikkönen. Der Finne ging von Rang vier ins Rennen und war wie Grosjean auf einer Zweistopp-Strategie unterwegs. Lange lag der Iceman auf Podiumskurs. Doch am Ende bauten seine Reifen so stark ab, dass er innerhalb nur zwei Runden zwölf Plätze verlor und von Platz zwei auf 14 zurückfiel.

Räikkönen verzockt mit der Strategie

"Bis zu den letzten zehn Runden sah es gut aus, aber dann haben meine Reifen abgebaut", sagt Räikkönen. "Ich bin lange hinter Felipe Massa hängen geblieben und konnte ihn nicht überholen. Ich war an den richtigen Stellen nicht schnell genug, um an ihm vorbeizukommen. Aber selbst wenn ich es geschafft hätte, hätte das wohl keinen großen Unterschied im Endergebnis gemacht."

Den letzten Stopp absolvierte der Finne in Runde 28. Danach hatte er somit noch die Hälfte des Rennens vor sich. "Wir hätten den Stop einfach drei oder vier Runden später machen sollen, dann wäre er durchgekommen und Zweiter geworden", sagt Teamchef Eric Bouillier.

Chefingenieur Alan Permane meint: "Wir müssen die Daten auswerten und schauen, ob drei Stopps besser für uns gewesen wäre. Aber vor dem Rennen sprach alles für zwei Stopps und davon hat Romain auch profitiert. Ohne den Poker, den wir mit Kimi eingegangen sind, wären wir nicht auf dem zweiten Platz gewesen. Das war das Risiko, das wir eingegangen sind."

Frust bei Lotus

Eigentlich war Räikkönen vor dem Rennen davon ausgegangen, die wärmeren Temperaturen kämen dem Lotus E20 entgegen. Doch es war immer noch nicht warm genug. Dafür sprach, dass das Team mit den weichen Reifen schneller war und besser zurechtkam - im Gegensatz zu vielen anderen im Feld, denen der harte Reifen besser lag.

"Wir sind frustriert", sagt Boullier. "In einem perfekten Rennen wären wir Zweiter und Vierter geworden. Kimis Reifen waren am Ende. Es war dramatisch. Wir wussten, dass wir eine aggressive Strategie haben, aber haben nicht erwartet, dass die Reifen so extrem abbauen."

Lotus will in Bahrain in die ersten Sechs

In der Konstrukteurswertung liegt Lotus nun mit 24 Punkten auf dem sechsten Platz. Für das Rennen in Bahrain ist Boullier optimistisch. "Das gute ist, dass das Auto schnell ist. Romain hatte ein tolles Rennen. Ich sehe keinen Grund, warum wir in Zukunft keine guten Resultate einfahren sollten. Wir gehen davon aus, dass Bahrain unserem Auto liegt. Beide Autos sollten in die Top Sechs fahren."

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