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Lotus fährt Bestzeit

Gutes Jerez-Gefühl auch in Barcelona

Formel 1-Test, Barcelona, 01.03.2012, Romain Grosjean, Lotus Renault GP Foto: Lotus 17 Bilder

Die verlorene Testzeit in der vergangenen Woche hat Lotus offenbar nicht groß beeindruckt. Mit einer Tagesbestzeit meldete sich Romain Grosjean zurück. Wichtiger als die Zeit war das gute Gefühl im Auto. "Es ist genauso gut wie in Jerez", freute sich der Pilot.

01.03.2012 Tobias Grüner

Zufällig kam die Tagesbestzeit von Romain Grosjean zum Auftakt der letzten Testwoche sicher nicht. Normalerweise gehen die Teams vor der Mittagspause auf ihre schnellsten Runden des Tages. Wenn der Asphalt noch etwas kühler ist, bietet die Oberfläche dem Reifen den besten Grip. Lotus setzte seinen Fahrer jedoch eine halbe Stunde vor Abpfiff auf die Bestzeit an. Ein schneller Fünf-Runden-Stint mit frischen weichen Reifen - da musste die Vorgabe von Button fallen, obwohl die äußeren Bedingungen nicht mehr ideal waren.

KERS Problem bremst Lotus

konnte das erhoffte Zeichen setzen. Mit zweieinhalb Zehnteln Vorsprung sicherte sich der Franzose die Spitze im Tagesklassement. Kein Wunder, dass bei der Presserunde im schwarz-goldenen Motorhome großer Andrang herrschte. Thema war zunächst aber nicht die Bestzeit, sondern das Chassisproblem, das eine Woche zuvor zur vorzeitigen Abreise geführt hatte. Die Bodenwellen beim Anbremsen der ersten Kurve hatten dazu geführt, dass die vordere Aufhängung aus ihrer Verankerung gerissen wurde.

Das Problem war nicht ungefährlich. Auf der langen Geraden in Barcelona erreichen die Piloten mehr als 300 km/h. "Daran denkt man gar nicht mehr, wenn man ins Auto steigt", erklärte der Pilot am Abend. "Das Team hat hart an einer Lösung gearbeitet. Die Daten haben früh gezeigt, dass alles in Ordnung ist. Wir haben den Problembereich aber den ganzen Tag über im Auge behalten. Das Auto hat sich auch nicht viel anders als in Jerez angefühlt. Es wurde ja auch nur eine Kleinigkeit geändert."

Dass es am Ende nur 73 Runden auf dem Circuit de Catalunya wurden, lag nicht am zu dünnen Chassis. "Wir hatten ein KERS-Problem. Das hat leider etwas Zeit gekostet", klärte Grosjean auf. Die Batterien mussten am Vormittag gewechselt werden. Die Mechaniker hatten viel zu tun.

Lotus trotz Chassis-Problemen weiter im Testplan

Wenn der Lotus E20 einmal lief, machte er einen guten Eindruck. Der Pilot zeigte sich äußerst zufrieden mit seinem Dienstwagen. "Man kann dem Auto vertrauen und mit ihm spielen. Man kann richtig Gas geben, weil man genau weiß, was passiert, wenn man über das Limit geht. Es reagiert berechenbar, was für den Fahrer immer gut ist."

Die Basis des E20 scheint also zu passen. Grosjean hofft, dass die verlorene Testzeit aus der vergangenen Woche keine negativen Nachwirkungen hat. Technische Updates habe man wegen der Chassis-Zusatzschicht nicht verschieben müssen. "Kleinere Balanceprobleme kann man auch noch am Freitag in Melbourne beheben", ist sich der 25-Jährige sicher.

Grosjean mit Setup-Arbeit zufrieden

Grosjean hofft, dass er an seinem letzten Testtag noch ein paar Fortschritte macht. "Wir haben heute ein paar interessante Sachen gefunden. Wenn wir die morgen positiv bestätigen könnten, wäre das sehr vielversprechend. Das Auto reagiert generell gut auf Setup-Änderungen."

Die Analyse der Konkurrenz fällt wie bei Testfahrten üblich etwas schwierig aus. "Ich denke es gibt noch ein paar Teams vor uns. Red Bull und McLaren sehen sehr stark aus. Dahinter wird es noch viel enger, als es ohnehin schon war."

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