Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Lotus in der Technik-Falle

Böse Überraschung in Bahrain

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - Bahrain - Test - 29. Februar 2014 Foto: xpb 26 Bilder

Nach nur 8 Runden am ersten Tag kam Lotus in der zweiten Bahrain-Session wieder nur auf 18 Umläufe. Dem Team läuft langsam die Zeit davon. Romain Grosjean ist frustriert. Der Rückstand scheint kaum noch aufzuholen.

20.02.2014 Tobias Grüner

Bei Lotus sitzt der Frust tief. 26 Runden hat der neuen E22 gerade einmal abgespult. Statt nach dem verpassten Jerez-Test endlich mit der Aufholjagd zu starten, wird der Rückstand auf die Konkurrenz immer größer. Da hilft nur noch Galgenhumor. Auf die Frage nach der Stimmung im Lotus-Lager scherzte ein Teamsprecher: "Wir haben doppelt so viele Runden wie gestern. Also sind wir auch doppelt so zufrieden."

Grosjean beklagt Technik-Pech

Pilot Romain Grosjean war das Lachen am Abend vergangen. Sein Tagespensum betrug nur 18 Runden. "Wir hatten gar nicht so große Probleme. Aber mit dem neuen Auto dauern auch kleine Sachen viel Zeit, bis man sie gelöst hat. Bei ein paar Sachen wissen wir noch nicht, warum sie passiert sind."

Was genau den Lotus E22 gebremst hat, wollte Grosjean nicht verraten. "Renault kann sicher mehr darüber erzählen. Aber bei einigen Sachen müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen." Ein Thema waren auch wieder die Batterien. Schon am Vortag mussten die Energiespeicher gewechselt werden. Das kostet mit Einbau, Verkabelung und Systemchecks jeweils viel Zeit.

Technik-Probleme kommen unerwartet

Jetzt rächt sich doch langsam, dass Lotus den Test in Jerez sausen ließ. "Es hätte sicher etwas geholfen. Aber jetzt ist es nun mal so, wie es ist", klagt Grosjean. "An unserem Filmtag in Jerez lief es noch sehr gut. Wir dachten, dass auch hier alles in Ordnung ist. Und dann kommen hier verschiedene Dinge zusammen, die einzeln immer zwei Stunden brauchen. Das war eine Überraschung, auf die wir hätten verzichten können."
 
Sowohl die Ingenieure als auch der Fahrer brauchen dringend Kilometer, um mehr über den E22 herauszufinden. "Wir hatten einen 10-Runden-Run am Vormittag, bei dem wir ein klein wenig Gefühl für das Auto bekommen haben", erklärt Grosjean. "Viel haben wir aber nicht gelernt. Der Sitz fühlt sich gut an. Und wir wissen, dass das DRS funktioniert."

Grosjean reist von Bahrain nach Russland

Die Liste mit Problemen ist deutlich länger. "Die Fahrbarkeit des neuen Motors ist noch nicht perfekt. Wir müssen zudem den Turbo noch besser verstehen. Auch die Bremsen reagieren manchmal etwas anders, als man es erwartet. Es ist leider nicht so einfach, alles so zum Funktionieren zu bringen, wie wir es gerne hätten." An den letzten beiden Tagen muss Neuzugang Pastor Maldonado mit den Kinderkrankheiten des E22 kämpfen. Grosjean reist am Wochenende zu einem Renault-Termin in Russland.

In der zweiten Testwoche muss der Franzose dann versuchen, die verlorene Zeit aufzuholen und sich auf den Saisonstart in Melbourne vorzubereiten. "Die Liste ist schon ziemlich groß für nur 2 Tage im Auto. Wir müssen irgendwie damit zurechtkommen. Ich hoffe, Pastor (Maldonado) hat an den letzten beiden Tagen mehr Glück."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden