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Lotus in Korea

Neuer Coanda-Auspuff mit Renneinsatz

Lotus Auspuff GP Korea 2012 Foto: xpb 39 Bilder

Update ++ Lotus hat wie angekündigt im Freien Training zum GP Korea den neuen Coanda-Auspuff getestet. Zunächst war aber nur Kimi Räikkönen mit dem Update unterwegs. Auch am Rest des Wochenendes soll der Auspuff am Auto bleiben.

12.10.2012 Tobias Grüner

Der Auspuff war in diesem Jahr das große Technik-Thema in der Formel 1. Nachdem McLaren, Red Bull und Sauber schon bei den Wintertests mit sogenannten Coanda-Endrohren unterwegs waren, zogen während der Saison ein Team nach dem anderen nach. Mit Lotus zeigte sich nun auch das letzte Auto aus dem Vorderfeld mit der populären Auspuffvariante, bei der die Gase über einen Kanal nach unten in Richtung Diffusor gedrückt werden.

Coanda-Auspuff am Lotus gut erkennbar

Doch warum hatte es so lange gedauert. "Wir haben vor der Saison zwei Möglichkeiten parallel entwickelt. Eine konservative Variante mit einem breiten Endrohr, das maximale Motorleistung zulässt. Und eine Coanda-Version. Der Coanda war in der Simulation einen Tick besser. Aber in Sachen Aerodynamik kann man das nie genau sagen. Deshalb haben wir uns für Power-Version entschieden. Damit waren wir auch lange Zeit sehr erfolgreich, deshalb gab es keinen Grund, etwas zu ändern."

Nachdem mittlerweile fast das gesamte Feld auf den Auspuff mit dem markanten Kanal setzt und die weiterentwickelten Simulationen einen deutlichen Fortschritt versprechen hat nun auch Lotus reagiert. Im Freien Training von Korea war Kimi Räikkönen mit dem neuen Abgassystem unterwegs.

Der Auspuff bei Lotus liegt nun deutlich sichtbar in einem chromglänzenden Kanal, der in die schwarze Motorhaube eingesetzt wurde (siehe Bilder). Die spezielle Beschichtung soll die Karbonhaut vor der Hitze der Abgase schützen. In den ersten zwei Trainingssitzungen funktionierte die neue Technik problemlos. "Nur kleinere Sachen. Nichts, was das Programm in Gefahr gebracht hätte", erklärte Kimi am Abend.

Lotus hatte nur das Auto des Icemans mit dem neuen Auspuff ausgerüstet. Teamkollege Romain Grosjean war zu Vergleichszwecken mit der alten Version unterwegs. Auf der Zeitentabelle stand am Ende ein Unterschied von einer Zehntel - zu Gunsten der neuen Version. Allerdings müssen erst alle Daten analysiert werden. "Als Fahrer kannst Du den Unterschied nicht spüren, wenn man es mit dem Gefühl auf einer anderen Strecke vergleicht."

Auspuff direkt mit erstem Renneinsatz?

Technikchef James Allison zeigte sich nach den ersten beiden Sitzungen zuversichtlich. Die ersten Daten sind vielversprechend: "Wir haben uns noch nicht entschieden. Aber es sieht danach aus, als werden wir den Auspuff auch am Samstag fahren." Im dritten Training bestätigte sich die erste Prognose. Der Auspuff wird weiter getestet und soll auch im Rennen verwendet werden. Beim nächsten Rennen in Indien sollen beide Autos damit ausgestattet sein.

Räikkönen, der zum ersten Mal in seiner Karriere in Korea unterwegs ist, zeigte sich nach dem Freitagstraining allerdings noch nicht ganz so zufrieden. "Das war ein schwieriger Tag für uns. Die Strecke hat überraschend viele Wellen. Es ist nicht leicht, das Auto optimal hinzubekommen. Man kann hier viel verlieren, wenn das Setup nicht passt. Wir müssen noch einiges lernen und dann im Qualifying die Runde richtig hinbekommen."

Um die Entwicklung des Auspuffs nicht zu stören, hat sich Lotus dazu entschieden, auf weitere Tests mit dem so genannten DRD-System zu verzichten. Mit einem ausgeklügelten Schacht-System versuchten die Ingenieure dabei den Luftwiderstand auf der Geraden zu senken. Die Technik hatte aber trotz einiger Tests in den Freien Trainings nie wie geplant funktioniert.

In unserer Bildergalerie haben wir die ersten Fotos des neuen Lotus-Auspuffs. Zudem geben wir einen einen Überblick über die Auspuff-Entwicklung in der aktuellen Formel 1-Saison.

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