Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Lotus in Lauerstellung

Barcelona-Sieg mit Bahrain-Pace?

Formel 1-Training, Barcelona, 11.05.2012 Foto: Grüner 76 Bilder

Die beiden Lotus-Piloten waren nach dem Barcelona-Qualifying nicht ganz zufrieden. Trotzdem hoffen Kimi Räikkönen und Romain Grosjean am Sonntag auf den Sieg. Die Konkurrenz warnt vor der Rennpace der schwarz-goldenen Autos.

12.05.2012 Tobias Grüner

Die besten drei Piloten vom Qualifying dürfen traditionell in die offizielle FIA-Pressekonferenz und sich im Parc Fermé von den Fans feiern lassen. Am Samstag (12.5.) wurde diese Ehre Lewis Hamilton, Pastor Maldonado und Fernando Alonso zuteil. Die Lotus-Piloten verpassten die Top 3 knapp. Doch viele Experten glauben, dass Kimi Räikkönen und Romain Grosjean nach dem Rennen wieder auf dem Podium stehen können.

Lotus rückt auf das Radar der Konkurrenz

Schon in Bahrain gab es Champagner für die finnisch-französische Kombination. Nicht erst seit dem Rennen in der Wüste hat die Konkurrenz Respekt. Alonso und Hamilton warnen vor der schwarz-goldenen Gefahr. Mit sehr schnellen und konstanten Longruns hat Lotus schon im Freien Training am Freitag für Aufsehen gesorgt.

Die Plätze vier und fünf in der Startaufstellung sind eine gute Ausgangsposition. "Es ist zwar eines unserer besten Quali-Ergebnisse in diesem Jahr", freute sich Räikkönen gewohnt neutral. "Aber es hätte noch besser sein können. Ich hatte leider einen Fehler in Kurve neun. Da haben wir ein paar Zehntel verloren. Wir hätten meiner Meinung nach auch unter die ersten Drei fahren können."

Beide Fahrer glauben an den Sieg

Der zurückhaltende Finne erwartet am Sonntag noch eine Steigerung. Nachdem die Ingenieure vor dem Qualifying das Setup umgebaut haben, erwartet der Weltmeister von 2007 einen Kampf ums Podium: "Wir haben immer gute Starts. Und normalerweise ist unsere Pace im Rennen besser als die im Training. Es kann alles passieren, aber ich erwarte, dass wir noch besser aussehen als heute."

Dass das vorhergesagte kühlere Wetter ein großes Problem ist, glaubt der "Iceman" nicht. "Unser Auto ist unter heißen Bedingungen sicher besser. Aber solange die Temperaturen nicht um 20 Grad abstürzen sollte es okay sein." Teamkollege Grosjean pflichtet bei: "Wenn die Temperaturen kühler sind, dann geben die Fahrer einfach ein bisschen mehr Gas. Am Ende musst du immer die Balance zwischen deinem Auto, deinem Fahrstil und der Temperatur finden."

Auch der Franzose geht mit großen Hoffnungen ins Rennen, will aber noch nicht zu viel versprechen. "Wir werden schon sehr früh nach dem Start sehen, wie gut die Pace ist. Wenn wir das gleiche Gefühl im Auto haben wie in Bahrain, werde ich auch an den Sieg denken."

Der amtierende GP2-Champion will es ruhig angehen, um nicht enttäuscht zu werden. "Ich habe mir vor der Saison keine Ziele gesetzt. Ich wollte Schrittweise nach vorne kommen - Punkte, Top fünf, Podium, dann der Sieg und irgendwann in der Zukunft auch der Titel. Wenn wir am Sonntag um den Sieg kämpfen können, bin ich bereit. Ich werde sicher alles geben. Wir müssen aber Schritt für Schritt denken."

Trainingsprobleme werfen Grosjean nicht aus der Bahn

Samstagfrüh dachte Grosjean sicher noch nicht an einen möglichen Sieg. Im dritten Training streikte sein Auto schon nach zwei Runden mit mangelndem Benzindruck. Dem Aufsteiger ging eine Stunde Trainingszeit verloren. "Das Team hat gut gearbeitet. Sie haben das Auto repariert und ein gutes Setup gewählt. Zum Glück haben wir in Barcelona viele Daten. Das hat es etwas einfacher gemacht."

Die Fragezeichen vor dem Qualifying waren schnell verflogen. "Als ich im Q1 das Klassement angeführt habe, dachte ich an einen Startplatz zwischen zwei und fünf. Wir hätten um die erste Startreihe kämpfen können."

Doch nun stehen Pastor Maldonado und Fernando Alonso direkt vor der Nase des Lotus mit der Nummer zehn. "Williams war eine kleine Überraschung. Fernando ist hier zu Hause. Wir wussten, dass Ferrari hart arbeitet. Fernando läuft heiß. Die Red Bull sind etwas seltsam. Wir müssen abwarten, wie das morgen im Rennen aussieht."

In den vergangenen Jahren war Überholen auf dem Circuit de Catalunya nur schwer möglich. Trotzdem glaubt Grosjean an die Chance, nach vorne zu kommen. "Die Strategie wird sehr wichtig sein. Die Saison hat gezeigt: Wenn sich die Reifen verabschieden, kann man überholen. Auch hier in Barcelona. Da muss man manchmal etwas Geduld haben und warten."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden