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Lotus mit Bestzeit am ersten Testtag von Barcelona

"Wir müssen uns noch verbessern"

Pastor Maldonado - Lotus - Formel 1-Test - Barcelona - 19. Februar 2015 Foto: xpb 25 Bilder

Pastor Maldonado und Lotus standen am Ende des ersten Testtages von Barcelona an erster Stelle. Trotzdem sagen Team und Fahrer, dass es noch Raum zur Verbesserung gibt. Auf einigen Baustellen hat Lotus seit Jerez bereits aufgeräumt. Zum ersten Mal fährt man mit der 2015er Getriebeübersetzung.

20.02.2015 Michael Schmidt

Das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Ein Lotus an erster Stelle. Und dazu noch Pastor Maldonado im Cockpit. Der Venezolaner drehte an dem Ort, an dem er 2012 seinen einzigen Grand Prix gewonnen hat, die schnellste Runde des Tages. Maldonado umrundete den Kurs von Barcelona in einer Zeit von 1.25,011 Minuten und unterbot damit auch die letztjährige Pole Position von 1.25,232 Minuten - gefahren von Lewis Hamilton.

Maldonado fährt Bestzeit auf "soft"

Der Lotus-Pilot war auf seiner schnellsten Runde mit Reifen der Marke "soft" unterwegs. Kimi Räikkönen schaffte die zweitbeste Zeit von 1.25,187 Minuten auf Medium-Reifen. "Die sind mindestens eineinhalb Sekunden langsamer als die weiche Mischung, die ich hatte", relativiert Maldonado. Der Barcelona-Sieger von 2012 sagte aber auch: "Ich war mit ordentlich Sprit unterwegs. Wir sind immer zu 10 bis 12 Runden-Stints ausgerückt."

Unterbrochen wurde der Testtag durch zwei Pannen am Morgen und einen zeitaufwendigen Kupplungswechsel. "Am Morgen hatten wir Sensorprobleme", verrät Maldonado. Die Sensoren gaben Alarm. Danach stellte der Motor automatisch ab. "Nach Rücksprache mit Mercedes haben wir die Limits in dem Bereich erhöht", erklärt Chefingenieur Alan Permane. Als Neukunde von Mercedes ist Lotus bei den Einstellungen noch konservativ.

Zum ersten Mal 2015er Getriebeübersetzung

Die Stimmung bei Lotus ist gut. Endlich ist wieder Land in Sicht. "Ich habe wieder Vertrauen ins Auto. Es ist viel berechenbarer. Und wir kommen im Gegensatz zum Vorjahr viel mehr zum Fahren. Es ist ein riesiger Schritt vorwärts. Ich habe jetzt ein viel besseres Gefühl", atmet Maldonado auf. Er macht seinen Ingenieuren aber auch Druck: "Der Tag war gut, aber noch nicht gut genug. Wir müssen noch einige Details am Auto verbessern. In den nächsten Tagen kommen laufend neue Teile. Zum Glück verstehen wir dieses Auto und wissen, wo wir ansetzen müssen. Zum Beispiel wie wir die Power des Mercedes-Motor besser nutzen."

Permane bestätigt die Einschätzung seines Fahrers. "Wir haben seit Jerez schon einige neue Dinge ans Auto gebracht. Neue Bremsttrommeln vorne und hinten, Modifikationen am Frontflügel und am Unterboden. Die Luftauslässe im Heck waren mehr geschlossen als beim ersten Test. Und wir fahren hier zum ersten Mal mit der 2015er Getriebeübersetzung. In Jerez waren wir noch mit den Gängen vom letzten Jahr unterwegs. Das passte nicht zur Leistungskurve des Mercedes-Motors." In diesem Jahr dürfen die Teams die Übersetzung übrigens nicht mehr wechseln. Was jetzt gewählt wird, muss das ganze Jahr im Auto bleiben.

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