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Lotus mit Problemen in Barcelona

Angst vor McLaren und Toro Rosso

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - GP Spanien - Barcelona - 8. Mai 2015 Foto: xpb 90 Bilder

Lotus kämpfte in den Freitagstrainings mit der Balance des Autos und den neuen Teilen. Deshalb schaffte es keiner der Fahrer in die Top 10. Zur mäßigen Leistung kam noch ein leicht angesäuerter Romain Grosjean.

08.05.2015 Andreas Haupt

Die Zeitentabellen zeigen ein klares Bild. Nach den ersten beiden Freien Trainings zum GP Spanien 2015 ist Lotus nur das siebtschnellste Team. Wie bereits in den ersten vier Rennen lag man hinter Mercedes, Ferrari, Williams und Toro Rosso. Am Freitag wurde die schwarzen Renner dann auch noch von Toro Rosso und McLaren überholt.

Lotus verliert Motorabdeckung bei Topspeed

Immerhin: Die Gründe für den mäßigen Start ins Wochenende waren nach dem Training schnell gefunden. Die Zuverlässigkeit, das Setup und die neuen Teile machten Ärger. "Wir hatten ein paar Probleme mit dem Setup. Das Heck hat sich zu stark bewegt", beurteilte Pastor Maldonado, der auf den Rängen 18 und 14 landete. Sein Teamkollege stimmte ihm zu: "Wir haben ein anderes Grund-Setup ausprobiert. Allerdings hat sich das Auto dadurch nicht besser angefühlt. Es war nicht so konstant wie normalerweise. Ich hatte erst ein loses Heck, dann Untersteuern."

Im ersten Freien Training kam Maldonado nur auf sieben Umläufe. Weil ein Getriebeproblem sein Programm vorzeitig beendete. Am Nachmittag packte der Venezolaner 34 Runden drauf. Grosjean musste im ersten Training Ersatzpilot Joylon Palmer weichen. Zu allem Überfluss ruinierte ein Zwischenfall seine zweite Einheit.

Am Lotus E23 löste sich auf der Zielgeraden auf spektakuläre Art und Weise die Motorabdeckung, die aufgrund des Luftdrucks in ihre Einzelteile zerschellte. "Ein kleines Carbonteil hat sich hinten gelöst. Dadurch geriet vermehrt Luft unter die Abdeckung, was sie schließlich abgerissen hat", erklärte Grosjean, der nur 14 Umläufe schaffte. "Es war ein schwieriger Tag für mich. Erst habe ich das erste Training verpasst, dann auch noch 50 Minuten in der zweiten Einheit verloren."

Neuer Heckflügel funktioniert nicht richtig

Das limitierte Programm limitierte die beiden Lotus-Piloten darin, die neuen Teile ausreichend zu evaluieren. Das Team aus Enstone hat zum GP Spanien einen neuen Heckflügel, andere Verkleidungsteile rund um die Hinterreifen sowie modifizierte Bremsbelüftungen dabei. Die geplante neue Nase musste zu Hause bleiben, weil sie durch den Crashtest rasselte.

Die eingesetzten Updates verfehlten ihre Wirkung. Maldonado rüstete nach einem Run mit dem neuen Heckflügel zurück auf das alte Modell. "Ich werde diesen wohl auch das restliche Wochenende einsetzen." Wegen der schwächelnden Performance der Neuteile befürchtet Grosjean, auch im weiteren Verlauf des Wochenendes hinter Toro Rosso und McLaren-Honda zu bleiben. Sein Teamkollege ist optimistischer: "Toro Rosso ist schon das ganze Jahr schneller als wir im Qualifying-Trimm. Aber in den Rennen waren wir stets viel schneller."

Grosjean sauer auf Maldonado

Am Freitag zeigte sich auch die Strecke in einem schlechten Zustand, was zu langsamen Rundenzeiten führte. Das erschwerte den Fahrern die Arbeit. "Die Strecke war noch etwas Grün und dreckig. Vor allem heute Morgen. Aber mit den Longruns am Nachmittag wurde sie besser und besser. Im Verlauf des Wochenendes sollte sie noch weiter zulegen", meinte Maldonado, der sich auch zu den Pirelli-Gummis äußerte. "Der harte Reifen ist ein bisschen zu sehr auf der harten Seite."

Zum Abschluss des Tages gab es bei Lotus noch etwas Stunk. Weil er zum wiederholten Male für einen Ersatzfahrer, in diesem Fall Joylon Palmer, weichen musste, war Grosjean angesäuert. Auf die Aussage eines Journalisten, dass Pastor Maldonado nach eigenen Worten auf einen Einsatz im ersten Training verzichten würde, falls man ihn fragen würde, entgegnete Grosjean: "Ich habe das bereits zehn Mal angesprochen. Aber es ist noch nichts passiert." Hintergrund: Wegen seines üppigen Sponsoren-Mitgifts ist Maldonado in allen offiziellen Sitzungen gesetzt. Und Grosjean muss ab und an in die Röhre schauen, wenn Lotus Ersatzmann Palmer ein paar Kilometer gönnt.

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