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Lotus-Probleme

Normalform erst in Barcelona?

Lotus - GP Australien 2014 Foto: Lotus 24 Bilder

Von allen Teams kämpfte Lotus in Australien mit den größten Problemen an der Technikfront. Beide Autos fielen weit vor der Zielflagge aus. Technikchef Nick Chester befürchtet, dass es bis Barcelona dauern könnte, bis Normalität einkehrt. Für Malaysia kündigt der Brite viele Updates an.

21.03.2014 Tobias Grüner

Bei Lotus brennt der Baum. Mit solch einem Saisonstart hatte wohl niemand gerechnet. "Das war ein ordentlicher Weckruf für alle", so die deutlichen Worte des neuen stellvertretenden Teamchefs Federico Gastaldi. Den ersten Test in Jerez hatte man ausgelassen. In Bahrain bremsten andauernde Technik-Probleme das Entwicklungsprogramm. Dass es die beiden E22-Renner auch bei Saisonauftakt in Melbourne nicht über die komplette Renndistanz schafften, wunderte am Ende niemand mehr.

Die Lotus-Garage ist die größte Baustelle in der ganzen Boxengasse. Das gab auch Technik-Chef Nick Chester zu: "In meinen 14 Jahren, die ich in Enstone arbeite, kann ich mich nicht an eine angespanntere Situation erinnern." Der Frust beim Saisonauftakt lag vor allem am Rückstand, den man sich schon bei den Wintertests eingehandelt hatte. "Die wenigen Testkilometer hatten zur Folge, dass wir auf Probleme gestoßen sind, die man normalerweise schon vor dem ersten Rennen löst", so Chester.

Lotus sieht Potenzial trotz Problemen

Vor allem mit der Software standen die Techniker auf Kriegsfuß. Lösungen dauern in diesem Bereich bekanntlich etwas länger. Diese Zeit hat man an einem Rennwochenende nicht. "Immerhin haben wir Australien mit einem besseren Verständnis in Sachen Energie-Management verlassen", sucht Chester nach positiven Aspekten. Man will sich durch die Stolpersteine nicht vom geplanten Entwicklungsprogramm abbringen lassen. "Wir produzieren neue Aero-Teile und haben für Malaysia einige gute Upgrades in allen Bereichen des Autos. Wir geben diesbezüglich weiter Gas."

Chester glaubt an das Potenzial des E22: "Nach den Daten, vor allem auf der Aerodynamik-Seite, sieht das Chassis sehr stark aus. Es gibt nichts Grundlegendes, was dieses Auto davon abhalten wird, konkurrenzfähig zu sein. Aber wir brauchen eine vernünftige Basis in Sachen Motor-Mapping, damit die Fahrer das Maximum aus dem E22 holen können. Es gibt einige, klar zu erkennende Bereiche, in denen wir große Sprünge nach vorne erwarten. Mit mehr Kilometern und einer vernünftigen Balance, werden sich die Fahrer auch wohler fühlen und Fortschritte machen."

Grosjean lobt Fortschritte

Dem stimmt auch Romain Grosjean zu. "In den 44 Runden im Rennen haben wir mehr gelernt als in den gesamten Wintertests. Das Team hat viel gearbeitet und jede Änderung ging in die richtige Richtung. Ich hatte im Rennen das gleiche Problem wie Pastor (Maldonado) - die Welle der MGU-K. Wenigstens gibt es kein Rätsel darum, was passiert ist. Wir arbeiten zusammen mit Renault an der Lösung."

Auch der Franzose glaubt weiter an die Stärke des Autos. "Wir wissen jetzt schon mal mehr über das Setup und die Richtung, die wir einschlagen müssen, um das Auto schneller zu machen. Die Bremsen sind zum Beispiel noch nicht perfekt, aber das hat auch etwas mit den neuen Reifen zu tun. Die sind relativ hart und ihre gesamte Charakteristik hat sich geändert. Es gibt noch so viele Bereiche, in denen wir Sachen ausprobieren können. Aber wenigstens haben wir ein gutes Basis-Setup für Malaysia."

Bis das volle Potenzial des Autos zu erkennen ist, muss aber erst einmal ein störungsfreier Fahrbetrieb sichergestellt sein. Chester warnt vor übertriebenen Erwartungen: "Ich erhoffe mir eine klare Steigerung in Malaysia und eine weitere Verbesserung in Bahrain. Da beide Rennen direkt zusammenliegen, sind es aber wohl nur kleine Schritte. Es könnte bis Barcelona dauern, bis wir uns in einer stabilen Position befinden und auf dem Level gewünschten fahren können."

Maldonado spricht schon vom Podium

Obwohl der E22 noch keine Renndistanz geschafft hat, träumt Pastor Maldonado schon von Pokalen. "Der E22 hat viel Potenzial. Jeder Run fühlt sich besser an. Wir hatten einige Probleme, aber die hatten alle anderen auch. Ich bin jedes Mal beeindruckt, wenn ich das Packaging im Auto sehe. Ich weiß, dass die Arbeit in Enstone und die Hilfe von Renault den E22 schnell in einen Podiumskandidaten verwandeln wird."

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