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Lotus stützt Grosjean

"Romain ist ein Naturtalent"

Romain Grosjean - Crash - Formel 1 - GP Monaco - 25. Mai 2013 Foto: xpb 27 Bilder

Romain Grosjean hat beim GP Monaco seinen Ruf als Bruchpilot gefestigt. Trotzdem halten Lotus-Teamchef Eric Boullier und Rennstallbesitzer Gerard Lopez an dem Franzosen fest. Laut Lopez ist Grosjean eines der größten Talente der Formel 1. Er ist sich sicher, dass der Knoten bald aufgeht.

31.05.2013 Michael Schmidt

Für Lotus war der GP Monaco ein Wochenende zum Vergessen. Kimi Räikkönen wurde das Opfer einer Attacke von Sergio Perez und landete nach einem unplanmäßigen Boxenstopp nur auf Rang 10. Romain Grosjean zeigte sich wieder einmal von seiner schlechteren Seite. Der Franzose baute an drei Tagen vier Unfälle.

Im Training flog er zwei Mal in Ste. Dévote von der Strecke. Ein Mal streifte er die Leitplanke und ruinierte eine Felge. In der 62. Runde des Rennens fuhr er auf der Anfahrt zur Hafenschikane dem Toro Rosso von Daniel Ricciardo ins Heck. Zwei Runden später musste Grosjean wegen starker Schäden am eigenen Auto aufgeben.

Boullier und Lopez geben Grosjean Rückendeckung

Lotus-Teamchef Eric Boullier sagte bei unseren englischen Kollegen von autosport: "Romain hatte den Speed. Wir haben gesehen, was er kann und müssen mit ihm jetzt durchgehen, was schiefgelaufen ist."

Auf Nachfrage von auto motor und sport nahm auch Teambesitzer Gerard Lopez sein Sorgenkind in Schutz. "Am ersten Unfall im Training waren wir schuld. Die Reifendrücke waren falsch und wir hatten es ihm nicht gesagt. Der zweite Crash war vergleichbar mit dem von Massa. Wir glauben, dass beide durch ein Auto irritiert wurden, das gerade aus der Boxenausfahrt kam."

"Daraus ist eine Drucksituation entstanden, aus der er den Rest des Wochenendes nicht mehr herausgekommen ist. Der Speed war da. Das konnte jeder sehen, wenn Romain einmal frei fahren konnte. Es war toll, wie er nach der Reparatur des Autos in nur wenigen Minuten eine Zeit geschafft hat, die ihn ins Q2 gebracht hat. Dabei war das Auto wirklich nicht perfekt."

Im Rennen zu ungeduldig

Der Unfall im Rennen war ein Crash mit Ansage. Grosjean stritt sich 61 Runden lang mit Daniel Ricciardo um Platz 13. "Romain ist kein Typ, der so lange so weit hinten rumfahren kann. Vor allem wenn er weiß, dass er viel weiter vorne fahren könnte", lächelt Lopez. Die Kollision mit Ricciardo war ein Produkt purer Ungeduld. Oder Frust.

Lopez weiß um die Probleme seines Fahrers, aber glaubt trotzdem an ihn: "Er ist einfach sauschnell mit allem, was vier Räder hat. Der wäre selbst mit einem Einkaufswagen schnell. Romain kommt auch unglaublich schnell auf Speed. Kimi ist da ein komplett anderer Typ. Er steigert sich langsam und ist dann am Renntag auf seinem Höhepunkt."

Wie ein Fußballspieler, der sich oft verletzt

Der Luxemburger Finanzinvestor und Autonarr vergleicht Grosjean mit "einem Fußballspieler, der sich ständig blöde Verletzungen zuzieht". Soll heißen: Er ist nicht gerade vom Glück verfolgt. Lopez glaubt dennoch, dass der Knoten noch aufgehen wird: "Romain ist ein Naturtalent. Davon gibt es in der Formel 1 zurzeit nicht allzu viele. Hülkenberg und Bianchi sind andere Beispiele. Viel mehr fallen mir nicht ein."

Inzwischen hat Lotus auch das Problem geklärt, das Grosjean in den ersten drei Rennen bremste. Es war weder die Aerodynamik, noch die Aufhängung oder das Chassis, das vor dem GP Bahrain gewechselt wurde. "Es waren die Bremsen. Wir haben bei Romain das Material der Scheiben gewechselt. Seitdem fühlt er sich viel wohler." Die Geschichte kommt einem bekannt vor. 2009 wechselte Rubens Barrichello mitten in der Saison das Fabrikat der Bremsscheiben, und plötzlich fuhr der Brasilianer dank einer starken zweiten Saisonhälfte noch um den WM-Titel mit.

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