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Lotus-Teamchef Eric Boullier

Kimi soll bei Lotus bleiben

Eric Boullier Kimi Räikkönen Lotus 2012 Foto: xpb 60 Bilder

Lotus-Teamchef Eric Boullier hat Gerüchte über Wechselabsichten von Kimi Räikkönen zu Ferrari dementiert. Der Franzose will auch 2013 mit seinem aktuellen Fahrerduo weiterarbeiten. Mit neuen Updates soll es nach den Ferien auch endlich mit dem ersten Sieg klappen.

30.07.2012 Tobias Grüner
Wie fällt die Bilanz des Ungarn-Wochenendes aus?

Boullier: Beide Autos auf dem Podium, und das auf einem sehr kurvigen Kurs wie Budapest, das ist ein sehr gutes Ergebnis für das Team. Für mich fühlt sich das sogar noch besser als Bahrain an, weil wir mit beiden Piloten ein schwaches Wochenende in Hockenheim hatten. Beide haben sich aber gut davon erholt und sind ein gutes Rennen gefahren. Sie haben den Führenden gejagt und versucht zu überholen - natürlich wussten wir, dass dies mit diesem Streckenlayout schwierig ist. Ich freue mich auch, weil wir hier unsere Vorbereitung auf das Qualifying verändert haben. Das hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Beide Autos standen in den Top fünf. Wenn wir das auf anderen Strecken wiederholen können, kommen wir sicher wieder in die Lage, Rennen zu gewinnen.

War es nicht möglich, dass Romain mit früheren Stopps an Lewis vorbeikommt?

Boullier: Vielleicht, aber es war nicht leicht, den Verkehr einzukalkulieren. Wir sind mit ihm ein kleines Risiko eingegangen und haben plötzlich hinter Alonso festgesteckt. Auch hinter Schumacher hat er viel Zeit verloren, der ihn trotz blauer Flaggen nicht vorbeiließ. Kimi konnte dagegen frei fahren und erstaunliche Rundenzeiten hinlegen. Dadurch kam er an Romain vorbei.

Wo lag das Problem bei Grosjeans erstem Stopp?

Boullier: Da hatten wir ein Problem mit der Anzeige. Der hintere Wagenheber bekam nicht das grüne Licht, um das Auto loszulassen.

Hatten Sie etwas Sorge, als sich beide Autos nach dem zweiten Boxenstopp sehr nahe kamen?

Boullier: Das war schon etwas stressig. Sie haben sich berührt. So etwas kann das ganze Ergebnis kaputtmachen und auch das Verhältnis der beiden Fahrer beschädigen. Beide haben aber viel Respekt voreinander.

Danach wurde Romain Grosjean etwas langsamer. Was war der Grund?

Boullier: Ich denke, er hatte den gleichen Speed. Vielleicht war er nach dem Zweikampf für einen kurzen Moment etwas inkonstant. Seine Reifen waren auch verdreckt, als er nach außen ausweichen musste.

Was war das Problem mit Kimis KERS in der Anfangsphase?

Boullier: Das war nichts Großes. Wir mussten nur die Einstellungen ändern.

Wie haben sie die Wende von Hockenheim geschafft?

Boullier: Wir haben verstanden, dass wir mit dem Setup in Deutschland auf dem falschen Weg waren. Wir haben das Auto einfach besser an den Fahrstil der Fahrer angepasst. Mehr nicht.

Sie sind nun mittendrin im Kampf um den Konstrukteurstitel. Haben sich die Ziele verändert?

Boullier: Die Ambitionen sind noch die gleichen: besser zu sein als im vergangenen Jahr. Wenn wir weiter so schnell wie in diesem Rennen sind, werden wir die Ziele vielleicht noch anpassen.

Haben Sie noch einige große Updates geplant in diesem Jahr?

Boullier: Wir haben schon in den letzten Rennen größere Updates gebracht. Für Spa oder Monza ist das nächste Paket geplant. Wir werden das Auto zu jedem Grand Prix weiterentwickeln.

Ist das Auto immer noch Abhängig von heißen Außentemperaturen?

Boullier: Ich glaube nicht. Nicht mehr.

Wie wichtig ist es, endlich den fehlenden Sieg einzufahren?

Boullier: Wir wären nicht unglücklich, wenn wir jedes Wochenende Zweiter und Dritter werden. Aber es wäre natürlich irgendwo frustrierend. Es würde etwas fehlen, wenn man keinen Sieg feiern könnte.

Es wird berichtet, dass Kimi Räikkönen eine Rückkehr zu Ferrari plant.

Boullier: Es ist schön, dass Ferrari in den Zeitungen ist, aber meines Wissens hat Kimi keine Absichten, zurück zu Ferrari zu gehen.

Erwarten Sie, dass Ihre beiden Fahrer bei Lotus bleiben?

Boullier: Definitiv. Es gibt kein Grund, warum sie uns verlassen sollten.

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