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Lotus unter Wert geschlagen

Ein Auto immer mit Problemen

Pastor Maldonado - Lotus - Formel 1 - GP Bahrain - 18. April 2015 Foto: xpb 67 Bilder

Lotus hat es mit Romain Grosjean in die Top Ten der Startaufstellung von Bahrain geschafft. Eigentlich gehören beide schwarze Autos in den vorderen Teil des Feldes. Doch entweder wird einer der Lotus in Unfälle verwickelt, oder die Technik spielt den Fahrern einen Streich.

19.04.2015 Michael Schmidt

Pastor Maldonado galt als sicherer Kandidat für einen Startplatz unter den Top Ten. Zwölfter im ersten freien Training, Siebter im zweiten, wieder Siebter im dritten. Dazu eine starke Rennsimulation am Freitag. Und dann blieb der Venezolaner schon im Q1 hängen. Wegen Problemen im vorderen Bremskreislauf spielte das Energiemanagement verrückt.

Die Bremszangen hatten beim Fahren leichten Scheibenkontakt. Das kostete nicht nur Top-Speed und Bremsbeläge, es meldete dem Zentralcomputer auch einen Bremseingriff. Und der schickte an die MGU-K den Befehl, Strom in der Batterie zu bunkern, statt elektrische Leistung abzurufen. Ohne Elektropower war Maldonado chancenlos. Er kam beim Top-Speed nur auf 323,6 km/h. Sieben km/h weniger als Teamkollege Romain Grosjean.

Bremsen bei Maldonado, Unterboden bei Grosjean

Für Grosjean lief das Training umgekehrt. Der Franzose war auf seiner Spezialstrecke in den freien Trainingssitzungen nirgendwo. Es fehlte Abtrieb im Heck. Die Lotus-Ingenieure brauchten eine Weile, bis sie das Übel fanden. "Ein Schaden im hinteren Bereich des Unterbodens hat uns Anpressdruck gekostet. Und zwar massiv. Wenn bei dem komplizierten Zusammenspiel zwischen Bremsbelüftungen, Splittern, Flippern und Diffusor etwas nicht stimmt, bist du verloren", erklärte Einsatzleiter Alan Permane.

In der Qualifikation saß Großjean erstmals in einem funktionierenden Rennauto. Der Franzose kam mühelos durch Q1 und Q2 und landete schließlich auf dem zehnten Startplatz. Trotz der Steigerung zu den freien Trainingssitzungen war Grosjean enttäuscht. "Ich habe die entscheidende Runde nicht richtig hingekriegt. Plötzlich fehlte der Grip." Das Auto wäre gut für den achten Startplatz gewesen.

Lotus als vierte Kraft?

Lotus sieht sich nach den ersten drei Rennen an vierter Stelle im Feld. Mercedes und Ferrari sind unerreichbar. Williams hat normalerweise eine halbe Sekunde Vorsprung. Bei Red Bull hängt es davon ab, mit wie viel oder wenig Problemen Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat durch das Wochenende kommen. "Mal sind wir vor ihnen, mal dahinter", meint Permane. Er weiß aber auch, dass es in Zukunft schwer sein wird, mit dem vierfachen Weltmeister mitzuhalten.

Sauber, Toro Rosso, Force India und McLaren hat Lotus derzeit noch im Griff. "Wir machen aber noch zu wenig aus unseren Möglichkeiten", ärgert sich Permane. In Australien und Malaysia war Maldonado unverschuldet in Unfälle verwickelt. In China warf er sechs Punkte weg. "Normalerweise müssen wir beide Autos in die Punkteränge bringen", fordert Permane.

In Bahrain wird das schwierig. Grosjean gilt als gesetzt. Doch Maldonado muss vom 16. Startplatz erst an sechs Kollegen vorbei. Der Venezolaner ist dennoch optimistisch: "Ich habe Unmengen frischer Reifen und das nötige Auto, um mir die Plätze zurückzuholen."

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