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Lotus weiter mit Problemen

20 Runden für zwei Autos

Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - GP Malaysia - Sepang - 28. März 2014 Foto: xpb 24 Bilder

Bei Lotus herrscht Ratlosigkeit. Die schwarzen Autos verbringen weiter mehr Zeit in der Garage als auf der Strecke. Pastor Maldonado und Romain Grosjean kamen am ersten Trainingstag zusammen auf 20 Runden. Sie wissen immer noch nicht, wie gut ihr Auto ist.

28.03.2014 Michael Schmidt

Romain Grosjean hatte auf die Frage, was das größte Problem von Lotus ist, nur eine Antwort: "Wir fahren zu wenig Runden." Der Franzose kam auf 18 Runden, sein Teamkollege Pastor Maldonado auf zwei. Am Nachmittag musste der Venezolaner ganz pausieren. Erst stoppten ihn Probleme mit der Batterie, dann ein gebrochener Turbolader.

Sieht Lotus in Malaysia die Zielflagge?

Romain Grosjean setzte ein Getriebeschaden matt. Ein Kabel war angebrannt, was zu einem Defekt in der Schaltbox führte. "Eine dumme Sache", so Grosjean genervt. Der Tag begann wie üblich: Der Renault-Motor litt unter Abstimmungsproblemen. In seiner Verzweiflung forderte Einsatzleiter Alan Permane: "Gebt uns die Software von Toro Rosso. Die fahren wenigstens."
 
Grosjean hat das Vertrauen in Renault noch nicht aufgegeben. "Wir können den Motor ja nicht einfach rauswerfen. Sie geben ihr bestes. Wir versuchen ihnen soweit wie möglich zu helfen. Sie sind sicher nicht auf dem Level von Mercedes. Aber mit Red Bull haben sie heute einige gute Dinge erreicht. Mal abwarten, wie es weitergeht."
 
Darauf wetten, dass er am Sonntag die Zielflagge sieht, will Grosjean nicht. "Wir kommen von der Leistung langsam in die Nähe des Q2. Für das Rennen haben wir noch viel Arbeit vor uns. Wir müssen noch viel lernen, bis das Auto läuft. Wir müssen es Schritt für Schritt machen. Erst das Qualifying, dann das Rennen, dann Bahrain und der wichtige Test nach dem Rennen in Bahrain. Ich kann aber leider nicht sagen, dass wir ab Barcelona wieder Normalform haben. Es könnte auch länger dauern, wenn neue Probleme auftauchen."

Maldonado lobt sein Team

Pastor Maldonado lobte seine Mechaniker: "Unsere Jungs vollbringen Wunderdinge, schuften Tag und Nacht. Alle Probleme von Australien sind gelöst. Jetzt kommen hier plötzlich neue dazu."

Der ehemalige Williams-Pilot bewahrt sich immer noch einen Funken Hoffnung: "Wenn alles mal läuft, werde ich das Ding ans Limit fahren. Ich glaube, dass wir das hinbringen. Unsere Truppe ist gut. Das haben mir die Boxenstopps in Melbourne gezeigt. Sie waren superschnell, obwohl wir das kein einziges Mal bei den Boxenstopps üben konnten."

Trotzdem würde Maldonado gerne wissen, wie gut sein Auto ist: "Ich habe noch keine Ahnung, welches Potenzial in dem Auto steckt, weil ich nicht zum Fahren komme. Die Windkanalwerte sind gut. Ich setze darauf, dass sie wie im letzten Jahr auch auf der Strecke umgesetzt werden können."

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