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Lotus will in die Top Ten

Technik-Nachschub für Australien

Maldonado - Lotus - Barcelona Test 2 - 2015 Foto: xpb 25 Bilder

Lotus war mit der letzten Testwoche in Barcelona nicht ganz zufrieden. Die Zuverlässigkeit stimmte, der Speed noch nicht ganz. Trotzdem erwarten Fahrer und Ingenieure sichere Platzierungen in den Punkterängen.

04.03.2015 Michael Schmidt

Der Unfall von Pastor Maldonado beendete das Testprogramm von Lotus vorzeitig. Der Venezolaner war wegen eines Bremsendefekts in die Reifenstapel gerutscht. Beim Anbremsen von Kurve 4 blockierten die Vorderräder. Der Kilometerzähler des Teams stand da bei 4.208. Es hätten mehr sein können, hätte Lotus nicht den ersten Testtag in Jerez auslassen müssen.

Trotz des späten Starts lief die Testphase ohne große Dramen ab. Zwei Mal meldeten Sensoren Alarm, und der Motor stellte automatisch ab. Nach Rücksprache mit Mercedes durfte Lotus die Grenzwerte erhöhen.

Das Team musste nicht ein einziges Mal die Antriebsquelle tauschen. "So etwas habe ich noch nie erlebt", staunte Chefingenieur Alan Permane. "Du baust den Motor ein, und der läuft wie ein Uhrwerk. Fast wie bei einem Serienauto."

Barcelona-Upgrades machten Lotus nicht schneller

Vom Speed her hatte sich Lotus nach drei Bestzeiten in der zweiten Testwoche beim großen Finale in Barcelona mehr erwartet. Aber dann kam man selbst nicht mehr an Romain Grosjeans Bestzeit vom achten Testtag mit 1.24,067 Minuten heran. Grosjean verfehlte sie trotz neuer Teile am Lotus E23 um 0,133 Sekunden.

Der Lotus war für die letzten 4 Testtage mit einer neuen Geometrie an der Vorderachse, einem Monkey Seat, geänderten hinteren Bremshutzen und Frontflügel-Modifikationen aufgerüstet worden. "Wir spielen zwischen drei Frontflügel-Spezifikationen hin und her", verrät Permane. Der Umbau der Vorderachse brachte Fortschritte in langsamen Kurven.

Mercedes-Motor mit mehr Leistung im Rennen

Für Melbourne will die Aerodynamik-Abteilung noch nachliefern. Änderungen an den vorderen Bremsbelüftungen, den Frontflügel-Flaps und dem Diffusor sind in Arbeit. Vielleicht kommt dann der erhoffte Zeitgewinn, der sich in Barcelona noch nicht einstellen wollte.

Permane schätzt die Lage vor dem ersten Rennen so ein: "Wir haben im Vergleich zu 2014 einen massiven Schritt gemacht. Die Top Ten liegen aus eigener Kraft drin. Mercedes ist unerreichbar. Wir sind aber auch noch nicht auf dem Niveau von Williams und Ferrari. Aus Red Bull werden wir nicht schlau."

Wie Force India setzt Lotus seine Hoffnungen weniger auf das Qualifying sondern mehr auf das Rennen. Wegen des Mercedes-Motors. Auf eine Runde haben Ferrari und Renault in Bezug auf die Power Boden gut gemacht. Doch der neue Mercedes V6-Turbo hat vor allem im Rennen zugelegt. Es gibt den Moment nicht mehr, an dem der Elektrosaft am Ende der Runde ausgeht.

Die MGU-H füllt so geschickt das Turboloch und stopft so effizient die Löcher im Batteriehaushalt, dass man jede Runde die vollen 33 Sekunden Elektropower aus der Batterie in den Antrieb einspeisen kann. Damit kann das Wastegate häufiger abblasen, was den Abgasgegendruck für den Verbrennungsmotor reduziert und von dort extra Leistung bringt.

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