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Lotus wirft Siegchance weg

Räikkönen schneller als Vettel

Kimi Räikkönen - Lotus - Formel 1 - GP Italien - Monza - 6. September 2013 Foto: xpb 67 Bilder

Sebastian Vettel dominierte den GP Italien scheinbar nach Belieben. Der Monza-Sieger hatte Glück, dass Kimi Räikkönen vom elften Startplatz aus ins Rennen ging und nach der ersten Runde den Frontflügel tauschen musste. Räikkönen war im Rennen schneller unterwegs als Vettel.

10.09.2013 Tobias Grüner

Das hat sich Lotus selbst eingebrockt. Kimi Räikkönen wäre in Monza ein Siegkandidat gewesen. Das begriff Lotus aber erst nach dem Rennen. Im Endeffekt hat sich Lotus mit dem Experiment am Freitag das Auto mit dem langen Radstand auszuprobieren, ein Eigentor geschossen.

In der Nacht zum Samstag wurde der E21 auf die Standardversion aus Angst vor zu hohem Reifenverschleiß zurückgebaut. Räikkönen hatte praktisch den ganzen Freitag mit einem Auto verschwendet, das eine völlig unterschiedliche Charakteristik wie sein späteres Einsatzfahrzeug aufwies.

Auf die Daten von Romain Grosjean konnte Kimi nur bedingt zurückgreifen. Dazu fahren die beiden Lotus-Piloten zu unterschiedlich. Die Quittung gab es in der Qualifikation. Räikkönen und Grosjean klagten über Grip-Verlust und landeten außerhalb der Top Ten.

In 52 Runden ist Vettel nur 1,1 Sekunden schneller

Vom elften Startplatz war ein Crash in der ersten Monza-Runde programmiert. Dass Räikkönen auf den McLaren von Sergio Perez auffuhr, muss er auf seine Kappe nehmen. Wer zum elften Mal in Monza startet, sollte wissen, dass in der ersten Kurve ein Stau entstehen, und dass es in der Bremszone zu Ausweichmanövern kommen kann.

Räikkönens Lotus büßte den Frontflügel ein. Der fällige Boxenstopp dauerte von Einfahrt zu Ausfahrt 30,975 Sekunden. 6,7 Sekunden länger als der beste Stopp des Tages. Am Ende der zweiten Runde lag Räikkönen an letzter Stelle. Sein Rückstand auf Vettel betrug 37,557 Sekunden. 52 Runden später kam der WM-Vierte als Elfter 38,695 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel.

Räikkönen musste sieben Autos überholen

Damit war Vettel war um 1,138 Sekunden schneller, doch der Vergleich hinkt. Vettel hatte immer freie Fahrt. Räikkönen praktisch nie. Er pflügte sich zwei Mal durch das Feld. Zuerst von Platz 21 auf Rang 5, und nach seinem regulären Boxenstopp von der 14. an die 11. Stelle.

Dabei musste der Finne sieben Kontrahenten auf der Strecke überholen: Max Chilton, Jules Bianchi, Giedo van der Garde, Valtteri Bottas, Esteban Gutierrez, Adrian Sutil und Sergio Perez.

Überholmanöver in Monza fast schon so mühsam wie am Hungaroring. Da steht man auch mal hinter einem Caterham zwei Runden an. Oder vier hinter Sutil. Noch dazu, wenn man wie Räikkönen wegen Ladeproblemen mit begrenzter Kers-Reserve fahren musste. Dafür konnte er in zwei der drei Stints die weicheren Reifen einsetzen.

Räikkönen gewinnt 33:20 gegen Vettel

In 33 der 53 Runden war Räikkönen schneller unterwegs als Vettel. Trotzdem gab es keine Punkte. Zum zweiten Mal in Folge. "Im Rennen war das Auto überraschend gut", wunderte sich Räikkönen.

Chefingenieur Alan Permane mochte es nicht glauben: "Wir haben keine Ahnung, was in der Qualifikation schiefgelaufen ist. Im Rennen haben wir eine Sekunde auf Vettel verloren und vier auf Alonso gewonnen. Das zeigt, wo wir hätten stehen können, wenn wir weiter vorne gestartet wären." Eine mögliche Erklärung für das Lotus-Wunder im Rennen. Am Sonntag hat das kühlere Wetter die Balance des Autos in eine positive Richtung verschoben.

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