Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Luca Badoer

Der Speed-König der Boxengasse

GP Europa 2009 Foto: dpa 50 Bilder

Luca Badoer brach an seinem ersten Trainingstag für Ferrari einen Rekord. Offiziell wurde er vier Mal mit zu hoher Geschwindigkeit geblitzt. Danach wurde er zur Rennleitung gebeten. Der Temposünder musste erklären, warum er zu schnell durch die Induktionsschleifen fuhr.

21.08.2009 Michael Schmidt

Auf der Rennstrecke belegte Luca Badoer Platz 18 von 20. Mit 2,613 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Fernando Alonso. In der Boxengasse konnte dem 38-jährigen Formel 1-Heimkehrer dagegen keiner das Wasser reichen.

Vier Mal wurde er mit zu hoher Geschwindigkeit in der Zone erwischt, in der Tempo 60 gilt. Nach insgesamt 5.400 Euro Strafe für drei Vergehen wurde Badoer zur Rennleitung zitiert. Für das vierte Mal gab es noch eine Verwarnung. Er war sogar noch ein fünftes Mal geblitzt worden, doch dieses Vergehen wurde schon gar nicht mehr protokolliert, weil die Sportkommissare merkten, dass hier etwas nicht stimmen konnte.

Gleicher Fehler fünf Mal hintereinander

Der Fehler lag beim Fahrer selbst. Von Testfahrten her ist Badoer ein Tempolimit von 100 km/h gewohnt. Da hat er das Procedere im Griff. Bremsen, Tempomat aktivieren. Bei nur 60 km/h bremste Ferraris Aushilfspilot das Auto einfach zu wenig ab, bevor er auf den Tempomaten drückte. Deshalb wurde er jedes Mal an der ersten Induktionsschleife erwischt. Das Auto hatte noch eine zu hohe Restgeschwindigkeit. Die Übertretungen lagen zwischen 61,8 und 66 km/h. Nichts dramatisches, aber eben zu viel.
 
Die Einfahrt in die Boxengasse gehört zu den vielen Dingen, die Badoer lernen muss. Die größte Hürde an diesem ersten heißen Trainingstag waren die Reifen. Badoer ist die Slicks des Jahrgangs 2009 noch nie gefahren. Erstaunt stellte er fest, dass man sich mit diesen Reifen keine langsame Runde leisten darf. Trotz der Hitze kühlen sie bei einer Runde im Schongang sofort aus.

Ziel: Zweite Runde im Qualifying

Badoer saß zum ersten Mal unter Wettbewerbsbedingungen im Ferrari F60. Er kennt das Auto von zwei Filmtagen und von einem Aerodynamiktest. Da konnte er zwar kurze Fingerübungen mit dem KERS-Knopf und dem verstellbaren Frontflügel durchspielen, aber er spürte nicht die Auswirkungen. Ferrari versucht den Druck von seinem Reservepiloten zu nehmen. "Wenn er in der Qualifikation in die zweite K.O.-Runde kommt, hat er einen guten Job gemacht."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden