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Schumi-Ersatz

Luca Badoer: "Dieser Ferrari gehört mir"

Luca Badoer Foto: dpa 7 Bilder

Schumacher-Ersatz Luca Badoer geht locker in das größte Abenteuer seiner Karriere. "Für Ferrari Rennen zu fahren, davon träumt jeder. Für mich wird der Traum wahr." Der 38-jährige Italiener sagt zu seinem Comeback: "Ich will im ersten Rennen nur lernen."

20.08.2009 Michael Schmidt

Man merkt, dass dieser Luca Badoer kein Greenhorn ist. Der Ersatz für Michael Schumacher hat sich zumindest bei seiner ersten großen FIA-Pressekonferenz glänzend verkauft. Wahrscheinlich besser, als es Michael Schumacher gelungen wäre, der bei diesen Situationen oft sehr steif und wenig redselig wirkte.

Luca Badoer spielte nicht nur Lockerheit, er war es auch. Ferraris Edeltester, der fast zehn Jahre nach seinem letzten Grand Prix 1999 in Japan ein unerwartetes Comeback gibt, macht sich keine Illusionen: "Für mich ist alles neu: Das Auto, die Strecke, das Qualifikationsformat, die Rennsituationen. Es ist ein Wochenende, bei dem ich viel lernen werde. Ich stehe nicht unter Druck, habe mir für den ersten Einsatz keinerlei Ziele gesetzt. Wenn ich die Zielflagge sehe, bin ich zufrieden."

Badoer ist Schumacher-Fan

Es wäre anders gewesen, wirft Badoer ein, wenn es ein einmaliger Einsatz gewesen wäre. "Dann wäre ich vermutlich nervös geworden, hätte viele Fehler gemacht. Aber ich weiß, dass ich mehr als ein Rennen bestreiten werde. Bis Felipe Massa zurückkehrt, gehört dieser Ferrari mir." Soviel zu den Träumereien der Schumacher-Fans, ihr Superstar könnte später doch noch ein Comeback feiern.

Dabei hätte Badoer nichts dagegen, wenn ihm Schumacher das Cockpit wegnimmt: "Ich bin ein Fan von Michael. Wir haben uns zusammen auf das Comeback vorbereitet, das dann bei ihm wegen des Nackens nicht geklappt hat. Ich freue mich, dass er nach Valencia kommt und mich bei diesem Rennen begleitet. Wir werden diesen Moment gemeinsam erleben." Kein Beigeschmack, dass er nur Ersatz vom Ersatz ist? "Es gibt weniger ehrenvolle Aufgaben, als den erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten zu ersetzen", wiegelt Badoer glaubhaft ab.

150.000 Kilometer Formel 1-Erfahrung

Kritiker äußerten die Befürchtung, dass Ferrari von Badoer zuviel verlangt. Immerhin ist er seit zehn Jahren kein Rennen mehr gefahren. Der spindeldürre Italiener sieht darin kein Problem: "Ich bin in der Formel 3, der Formel 3000 und auch in der Formel 1 schon Rennen gefahren, und ich weiß, was mich erwartet. Ich muss mich zwar an ein paar Dinge neu gewöhnen, aber was ich in der Vergangenheit gekonnt habe, kann ich auch in Zukunft tun. Außerdem habe ich in den letzten zehn Jahren ja nicht einfach nur nichts getan. Ich habe rund 150.000 Testkilometer für Ferrari auf dem Buckel."

Zur Eingewöhnung lief Badoer die Strecke von Valencia mit seinem Renningenieur drei Mal ab. Ein bisschen wundert er sich schon, dass er noch so ruhig ist. "Irgendwie ist es wie beim Testen. Der Freitag ist ja ein Testtag. Wenn die Nervosität noch kommt, dann vor der Qualifikation und vor dem Start."

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