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Luca Badoer

Ferrari erwartet Steigerung in Spa

Luca Badoer Foto: dpa 60 Bilder

Nach seiner schwachen Leistung im Qualifying gab Luca Badoer im Rennen auch keine glückliche Figur ab. Vor allem seine Einlage mit Romain Grosjean erheiterte die Zuschauer. Auch nach der Zieldurchfahrt war der Massa-Ersatzmann noch nicht ganz auf der Höhe.

23.08.2009 Tobias Grüner

Normalerweise hält sich das Interesse der Medienvertreter bei Fahrern auf den hinteren Rängen etwas zurück. Doch obwohl Luca Badoer als letzter, der gezeiteten Piloten über die Ziellinie fuhr, war das Ferrari-Pressezentrum gut besucht. Der Fahrer enttäuschte sein Publikum nicht, und gab einige überraschende Antworten.

Auf die Frage, ob er sich für seinen alten Ferrari-Weggefährten Rubens Barrichello freute, antwortet Badoer mit einer Gegenfrage: "Wo ist Rubens denn überhaupt gelandet." Auch den Namen des Zweitplatzierten wusste Badoer nicht. Nur dass Teamkollege Kimi Räikkönen Dritter wurde, war dem Aushilfpiloten bewusst. Er wurde auch oft genug darauf angesprochen.

Badoer mit Anfängerfehlern

Wie konnte es sein, dass ein Pilot im Team auf dem Podium steht und der andere weit hinterherfuhr? In seinem ersten Rennen nach knapp zehn Jahren konnte Badoer die Pace der Konkurrenz einfach noch nicht mitgehen. "Es war ein hartes Rennen", gab der ehemalige Testfahrer zu. "Allerdings habe ich es auch nicht anders erwartet." Die Priorität habe darin gelegen, das Rennen zu beenden. Deshalb sei er auch nicht unzufrieden.

Es waren allerdings die Slapstick-Einlagen, die das Gesamtbild trübten. Bei der Boxenausfahrt ließ er den hinter ihm fahrenden Romain Grosjean freiwillig vorbei. "Das war ein Missverständnis mit dem Team", entschuldigte sich der Pilot. Dass er danach die weiße Linie an der Ausfahrt überfuhr und damit eine Durchfahrtsstrafe kassierte, musste er auf die eigene Kappe nehmen. Auch ein Dreher in Runde 35 war nicht gerade der Beweis einer kontrollierten und sicheren Fahrweise.

Domenicali erwartet Steigerung

Stefano Domenicali nahm seinen Piloten in Schutz. "Sicher war es nicht unser Ziel, hier mit ihm Letzter zu werden. Aber seine Aufgabe war auch sehr schwer." Ewig wird die Geduld von Ferrari nicht halten. "Wir erwarten in Spa eine deutliche Steigerung von ihm", setzt der Teamchef den Massa-Ersatzmann unter Druck.

Auch Badoer prophezeite eine Steigerung in Belgien. "Wie gut es genau wird, kann ich natürlich nicht sagen. Ich bin ja kein Wahrsager." Trotz der Kritik sei es die schönste Zeit seines Lebens. "Ich weiß, dass es nicht ewig dauert, aber für mich lang genug." Wenn er nicht bald etwas schneller wird, könnte sein Kindheitstraum tatsächlich bald beendet sein.

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