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Luca Badoer zu langsam

In Spa wird hoffentlich alles besser

Luca Badoer Foto: dpa 34 Bilder

Im Qualifying von Valencia konnte Massa-Ersatz Luca Badoer die Pace des Feldes zu keinem Zeitpunkt mitgehen. Vom Teamkollegen Räikkönen trennten den Italiener ganze 2,6 Sekunden. Der Fahrer selbst, hofft auf Geduld von Ferrari.

22.08.2009 Tobias Grüner

"Es war in dem Bereich, den wir erwartet haben", wiegelte Badoer Vorwürfe ab, er sei einfach zu langsam. "Das Auto mit den vielen Systemen am Lenkrad ist neu, die Strecke ist neu und dazu auch noch sehr schwer", so seine Entschuldigung. Trotz des massiven Rückstands von anderthalb Sekunden auf den Rest des Feldes, versucht sich der Italiener zu beruhigen. "Ich muss noch lernen und das Auto besser verstehen. Ich bin ja kein Roboter."

Allerdings sehen das nicht alle so. Im Fahrerlager herrschte fast ein wenig Mitleid mit dem Aushilfsmann. Außer bei Ferrari lautet die einhellige Meinung, dass der Abstand einfach zu groß ist. "Das erstaunt mich schon", erzählt Nick Heidfeld. "Ich denke nicht, dass hier irgendjemand gedacht hätte, dass er so viel Zeit verliert."

Schwierige Aufgabe für Badoer

Auch Nico Rosberg hatte eine eindeutige Meinung über seinen italienischen Kollegen: "1,5 Sekunden auf den Rest des Feldes ist einfach zu viel. Und 2,6 zum Teamkollegen? Bei meinem ersten Vergleich mit Villeneuve war ich bei Testfahrten nur 0,7 Sekunden weg. Und da war ich erst 17 Jahre alt." Timo Glock nahm den Ferrari-Neuling dagegen in Schutz: "Er ist halt zehn Jahre mehr kein Rennen gefahren. Das ist nicht einfach. Man verliert in jeder Ecke zwei Zehntel und das summiert sich dann am Ende."

Die Ingenieure rechneten aus, dass Badoer eine Idealzeit von 1:40,5 Min. gefahren wäre, wenn man die besten Sektorenzeiten addiert. Damit hätte er aber immer noch eine halbe Sekunde Rückstand auf Alguersuari. "Ich denke in Spa wird es schon viel besser", blickt Badoer hoffnungsvoll in die Zukunft. "Dann verstehe ich das Auto besser und dort kenne ich auch die Strecke."

Badoer verlangt noch Zeit

Er verlangt vor allem mehr Geduld: "Ich brauche einfach noch etwas Zeit. Natürlich bin ich nicht glücklich mit dem letzten Platz. Aber ich habe auch nicht erwartet, die erste Runde zu überstehen." Ferrari selbst übt natürlich keine Kritik am Piloten: "Lucas letzter Platz wurde schon überall prognostiziert. Nach zehn Jahren erstmals wieder bei einem Rennen und dann noch bei solch einem schwierigen - das ist eine einschüchternde Aufgabe", verteidigte Teamchef Stefano Domenicali.

Mal sehen, wie lange die Geduld bei den Roten noch hält. Bis Spa ist keine Zeit, den Piloten auszutauschen. Aber wenn die Scuderia noch den dritten Platz im Konstrukteurspokal erreichen will, kann man sich nicht leisten, allzu viele Punkte liegen zu lassen.

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