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Luca di Montezemolo

"Elektro-Autos nur etwas für die Stadt"

Luca di Montezemolo Foto: xpb 54 Bilder

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat am Rande des GP Italien noch einmal seine Abneigung gegen Elektroautos in der Formel 1 bekundet. Seiner Meinung nach eignet sich der Elektroantrieb nur für Stadtautos.

10.09.2011 Tobias Grüner

Großer Bahnhof im Ferrari-Motorhome. Firmen-Präsident Luca di Montezemolo gab sich im Fahrerlager von Monza die Ehre, um sein Formel 1-Team zu besuchen. Viel Zeit verschwendete der Chef nicht mit netten Worten: "Ich habe genug davon, die Weltmeisterschaft im letzten Rennen zu verlieren. Das ist in den vergangenen Jahren zu oft passiert", klagte der Italiener über die anhaltende Titelflaute.

Montezemolo glaubt an WM-Titel 2012

2008 und 2010 ging der Titel jeweils im Saisonfinale flöten. In dieser Saison scheinen die Roten noch weiter von Platz eins entfernt zu sein. Im nächsten Jahr erwartet der Präsident endlich wieder ein starkes Auto, mit dem Ferrari um den Titel kämpfen kann.

Dass er sich schon auf dem Abflug in die Politik befindet, wie von vielen Medien berichtet wird, bestreitet der Ferrari-Capo: "Meine ganze Aufmerksamkeit gilt momentan Ferrari. Ich habe viel zu tun. Die nächste Aufgabe ist es, den WM-Titel 2012 zu gewinnen."

Vor wenigen Tagen hatte erst Teamchef Stefano Domenicali mit der Aussage überrascht, dass er eine Mannschaft aufbauen will, mit dem Ferrari eine neue Erfolgsära einläuten wird. "Ich bin sehr glücklich, dass mein Teamchef so zuversichtlich ist", grinste Montezemolo als er darauf angesprochen wurde. "Ich freue mich schon darauf, dass er das auch abliefert. Er wird einiges zu tun haben."

Dass Domenicalis Job nach dem vierten Jahr ohne Fahrer-Titel in Gefahr ist, wollte Montezemolo nicht bestätigen. "Ich habe volles Vertrauen in Stefano. Es tut mir für ihn und unsere Fans leid, dass wir letztes Jahr den Titel verpasst haben."

Motorendaten von Ferrari bei der Konkurrenz?

In den vergangenen Jahren konnte Red Bull den Italienern häufig in die Suppe spucken. Einer der Gründe ist Technikchef Adrian Newey, der bisher jedes Ferrari-Angebot ausgeschlagen hat. "Natürlich versuchen wir immer die besten Techniker zu bekommen. Das ist das gleiche mit den Fahrern. Ich habe großen Respekt für Adrian Newey. Aber ich kenne meine Leute. Wir können kommende Saison ein sehr starkes Auto bauen."

Außerdem habe Ferrari mit Fernando Alonso "den besten Fahrer der Welt." Auch mit Felipe Massa zeigte sich der Firmenchef zuletzt zufrieden. Weniger glücklich war Montezemolo mit der Rolle der FIA. Dass Motorenexperte Gilles Simon nun vom Weltverband zum Motorenprojekt "Pure" wechselt, das ab 2014 Sechszylinder-Motoren für die Formel 1 bauen will, stößt beim Präsidenten nicht gerade auf Verständnis.

"Ich mag es nicht, dass ich alle Daten meiner Motoren an den Verband geben muss und nun geht ein Mitglied mit allen meinen Zahlen zu einer privaten Firma." Montezemolo will nun mit der FIA über das Problem reden.

Kein Fan von Hybrid in der Formel 1

Auch die Initiativen der FIA, eine Formel 1 mit Elektro-Autos zu gründen, stößt beim Italiener auf keine Gegenliebe. "Ich bin für Hybrid-Autos. Aber wir dürfen nicht übertreiben. Elektro-Autos sind meiner Meinung nach nur etwas für die Städte. Natürlich kümmern wir uns um den Verbrauch, die Umwelt und um neue Technologien, die auch für Straßenautos gut sind." Ein Elektro-Formel 1-Auto soll es aber von Ferrari nicht geben.

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