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Luca di Montezemolo: Ferrari-Boss träumt von Sebastian Vettel

Es ist ein brisantes Bekenntnis, das Ferrari-Chef Luca di Montezemolo da macht. Eines, das bei Red Bull und Fernando Alonso vielleicht eine gewisse Unruhe aufkommen lassen wird. "Wenn Fernando morgen aus irgendeinem Grund zurücktreten würde, dann will ich Vettel."

Das wird im Normalfall allerdings nicht vor 2017 möglich sein. Luca di Montezemolo lässt keinen Zweifel übrig, wer für ihn der beste Formel 1-Fahrer der Gegenwart ist. Fernando Alonso. "Ich bin unheimlich happy mit ihm. Er ist mehr als nur ein Fahrer. Er ist einen Schlüsselfigur, weil er sich so unglaublich in die Teamarbeit mit einbringt." Der 65-jährige Ferrari-Chef vergleicht den Vize-Weltmeister mit Niki Lauda und Michael Schumacher. "Fernando hat von beiden etwas. Von Lauda die Rennintelligenz und das Teamwork. Er weiß genau, wann er langsam und wann schnell fahren muss. Und er ist unheimlich produktiv in der Arbeit mit den Ingenieuren. Aber wie Schumacher kann Alonso auch eine Kampfmaschine sein. Wenn es von ihm verlangt wird, fährt er das ganze Rennen absolut voll.“

Vettel ist ein potenzieller Ferrari-Fahrer - so wie Ayrton Senna

Ferraris Capo verheimlicht aber auch nicht seine Bewunderung für den dreifachen Weltmeister Sebastian Vettel. "Er ist jung, er steht mit beiden Beinen auf dem Boden, er ist bodenständig, und er hat einen unbändigen Siegeswillen. Schumacher hat mich schon vor vier Jahren auf ihn aufmerksam gemacht, weil er Vettel aus der Kartzeit kennt. Ich muss sagen, Michael hatte Recht."

Und jetzt kommt der Satz, der Alonso und Red Bull beunruhigen muss. "Vettel ist für die Zukunft ein potenzieller Ferrari-Fahrer. So war das auch bei Ayrton Senna. Er kam ein Jahr vor seinem Tod zu mir und hat gesagt: `Eines Tages muss ich für Ferrari fahren.´" Vettel steht in Montezemolos Wunschliste höher als Lewis Hamilton: "Weil er jünger ist. Und weil Ferrari für Hamilton nach McLaren und Mercedes das dritte Team wäre. Wenn du mal beim dritten Team angelangt bist, geht deine Karriere schon in ihre zweite Halbzeit."

Der Ferrari-Chef nimmt Vettel sogar für dessen versteckte Kritik nach dem WM-Finale in Schutz, als der beim WM-Gegner  von "schmutzigen Tricks" im Zusammenhang mit der Getriebeaffäre in Austin sprach. "In der Hitze des Gefechts sagt man schon mal etwas Emotionales", winkt Montezemolo ab. Zuvor hatte er sich noch gegen allgemeine Kritik an dem Startplatztausch verwehrt. "Ich akzeptiere, wenn andere anderer Meinung sind, lasse mir aber nicht vorwerfen, wir hätten etwas Unrechtes getan. Es war eine Entscheidung für das Team, und ich würde sie immer wieder so treffen. Wer bei Ferrari angestellt ist, fährt für Ferrari und nicht für sich selbst."

Alonso und Vettel wäre schwierig

Luca di Montezemolo merkt schnell, was er mit seinem Spruch angerichtet hat und beginnt zu differenzieren. "Wenn Alonso aus irgendeinem Grund morgen zurücktritt, zum Beispiel weil er sich mit seiner Freundin nach Hawaii zurückzieht, dann will ich Vettel. Alonso und Vettel, das wird schwierig." Warum, das erklärt der Präsident so: "Wenn du den besten Fahrer der Welt hast, musst du ihm optimale Bedingungen bieten." Ein Teamkollege Vettel wäre für Alonso eine Provokation. Es würde vermutlich genauso schief gehen wie die Paarung Alonso und Hamilton bei McLaren. Deshalb erfüllte Ferrari seinem Starpiloten lieber den Wunsch, weiter auf Felipe Massa zu setzen. Der musste aber erst seine Krise überwinden, um sich für dieses Cockpit zu qualifizieren. Montezemolo ulkt: "Felipe war eine zeitlang verschwunden. Erst ab dem Grand Prix in Monza kehrte er wieder nach Maranello zurück, um ein echter Ferrari-Fahrer zu sein. Mit seinen Leistungen zum Schluss der Saison hat er sich den Platz verdient. Ich gehe davon aus, dass er mit viel mehr Selbstvertrauen in die neue Saison geht."

Wie Montezemolo ausführt, habe man auch keinen gefunden, "der uns die Garantie gegeben hätte, einen besseren Job als Felipe zu machen." Die drei Fahrer, die in Frage gekommen wären, wird Ferrari genau beobachten. Sergio Perez bei McLaren, Nico Hülkenberg bei Sauber, Romain Grosjean bei Lotus.

Montezemolo drückt es auf seine Weise aus: "Wir haben nächstes Jahr zweieinhalb neue Fahrerpaarungen. Perez bei McLaren, Hamilton bei Mercedes und ein halber neuer Massa bei uns. Ich bin sehr gespannt, wie sich Hülkenberg im Sauber mit unserem Motor im Heck schlagen wird. Und was aus dem jungen Mann wird, der auf der ersten Runde des Rennens in diesem Jahr manchmal etwas zu schnell war." 
 

Michael Schmidt

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xpb

Datum

20. Dezember 2012
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