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Luca di Montezemolo

Ferrari bringt Piratenserie ins Spiel

Luca di Montezemolo Foto: xpb 54 Bilder

Vor der neuen Verhandlungsrunde zwischen den Formel 1-Inhabern und den Teams lässt Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo die Säbel rasseln. Eine Verlängerung des Vertrages mit CVC sei nur eine von drei Optionen, so der Italiener.

13.05.2011 Tobias Grüner

Die Geschichte ist nicht neu. Sobald Verhandlungen über ein neues Concorde Agreement ins Haus stehen, um die Einnahmenverteilung in der Formel 1 zu regeln, geistert das Gespenst einer Abspaltung der Teams durch die Medien. Damit wollen die Rennställe Druck auf F1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone und die Inhaber von der Investmentgesellschaft CVC ausüben, um einen größeren Anteil am Kuchen zu bekommen.

Neuer Interessent an der Formel 1

In diesem Jahr kommt allerdings noch eine neue Karte auf den Verhandlungstisch. Neben CVC und Ecclestone gibt es noch einen dritten Teilnehmer im Machtspielchen. Die italienische Investmentfirma Exor um Fiat-Chef John Elkann und die News Corp von Media-Mogul Rupert Murdoch haben gemeinschaftlich ihr Interesse am Kauf der Königsklasse bekundet.

"Wir haben nun drei Alternativen", erklärte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo in einem CNN-Interview. "Entweder wir verlängern unseren Vertrag mit CVC. Oder wir gründen unsere eigene Firma, wie es die Basketball-Teams in den USA mit der NBA gemacht haben. Wir veranstalten dann eigene Rennen und haben die TV-Rechte."

Dank den neuen Kaufinteressenten kommt nun aber noch eine weitere Alternative hinzu: "Die dritte Möglichkeit ist, einen anderen Partner zu finden. Bernie Ecclestone hat gute Arbeit geleistet, aber er hat (die Formel 1) schon drei Mal verkauft. Er besitzt das Geschäft nicht mehr selbst. Es ist CVC, die verkaufen werden. Die Entscheidung liegt bei den Teams."

Montezemolo sieht Teams am längeren Hebel

Montezemolo weiß, dass die Formel 1 ohne das Concorde Agreement nur wenig wert ist. Solange die Teams nicht fest unter dem F1-Dach gebunden sind, besteht keine Planungssicherheit. Der Italiener sieht die Teams deshalb am längeren Hebel: "Ende 2012 läuft der Vertrag aus. Theoretisch besitzt CVC also gar nichts. Ich denke, es ist wichtig, Alternativen zu besitzen."

Montezemolo sieht die Formel 1 am Scheideweg und fordert Investitionen in die Zukunft. "Wir müssen in die USA investieren. Wir müssen neue Technologien verbessern, für die Leute, die Formel 1 am Fernseher, über das iPad oder Internet sehen."

Auch am sportlichen Reglement übt der Ferrari-Capo Kritik. Im Gegensatz zu den meisten Fans kann sich Montezemolo noch nicht so recht mit den neuen Regeln anfreunden. Zu viel Überraschungsmoment ist bekanntlich bei den Top-Teams nicht gerne gesehen.

Zu viele künstliche Elemente

"Wir sind mit den künstlichen Elementen zu weit gegangen", klagt Montezemolo bei CNN. "Das ist, als würde ich Fußballer dazu zwingen, im Regen Tennisschuhe anzuziehen. Und so viele Boxenstopps zu haben… Ich will Konkurrenzkampf, ich will die Autos auf der Strecke sehen. Ich will den Konkurrenzkampf nicht in der Box."

Mit 80 Reifenwechseln wie in der Türkei kann sich der Italiener nicht anfreunden. "Das ist zu viel. Und die Leute kapieren das nicht mehr. Wenn man aus der Box kommt, weiß man gar nicht auf welcher Position man liegt." Aber nicht nur die Boxenstopps liegen dem 63-Jährigen schwer im Magen. "Wir sind mit den Autos zu weit gegangen. Zu viele Knöpfe. Der Fahrer konzentriert sich auf die Knöpfe, wenn man die Erlaubnis zum Überholen bekommt. Da sind wir zu weit gegangen.

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