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Machtkampf FIA vs. FOTA

Mosley bietet Gespräche an, FOTA will warten

FIA Logo Foto: dpa 63 Bilder

Das Pokerspiel geht weiter. FIA-Präsident Max Mosley bot den FOTA-Teams am Sonntag (21.6.) in Silverstone ein Treffen an, um die Differenzen zu bereinigen. Die FOTA-Teams lehnten ab. Sie wollen erst die FIA-Weltratsitzung am Mittwoch (24.6.) abwarten.

21.06.2009 Michael Schmidt

FIA-Präsident Max Mosley bleibt optimistisch. "Ich glaube immer noch an eine Einigung. Es ist nur eine Frage der Zeit." Der Engländer bot den rebellierenden Teams an: "Wir können uns jederzeit treffen, wenn sie es wünschen, gleich morgen am Montag."

FIA gibt sich kompromissbereit

Der Ex-Jurist will nicht verstehen, dass eine Lösung der verfahrenen Situation nur noch an Details hängt. "Wir wollen den FOTA-Teams die Probleme im Detail aufzeigen, die auf Teams wie Williams und Brawn GP in der Zukunft zukommen werden. Wenn sie eine bessere Lösung als wir haben, dieses Problem zu lösen, bin ich gerne bereit, das zu akzeptieren."

Noch bevor Mosley im Fahrerlager von Silverstone aufgetaucht war, hatten die FOTA-Teams beschlossen, sich vorerst nicht mit ihrem Gegenspieler zu treffen. Es ist wie bei einem Poker, bei dem jeder wartet, bis der erste seine Karten aufdeckt. Die FOTA-Teams haben für den kommenden Dienstag (23.6.) ein Treffen mit der FOM, dem Formel 1-Management angesetzt. Darin werden sie Bernie Ecclestone auffordern, endlich das Geld auszubezahlen, das er BMW, McLaren-Mercedes, Toyota, Renault und Brawn GP vorenthält. Es geht in Summe um 200 Millionen Dollar und handelt sich um die Anteile der Einnahmen seit dem vierten Quartal 2007.

Max Mosley bleibt wohl im Amt

Am Donnerstag wird sich die FOTA erneut zusammensetzen. Dann soll das Ergebnis der FIA-Weltratsitzung vom Mittwoch erörtert werden. Und erst dann wollen die Teams das Gesprächsangebot von Mosley prüfen. Man geht davon aus, dass der italienische Verbandspräsident Luigi Macaluso bei der Weltratsitzung ein Misstrauensvotum gegen Mosley stellt.

Die Chancen, den Präsidenten abzuwählen, sind aber eher gering. "Ich weiß, dass mich die Hardliner der FOTA stürzen wollen", lächelt Mosley. Gemeint sind Flavio Briatore (Renault), John Howett (Toyota) und Luca di Montezemolo (Ferrari). "Doch der beste Weg, mich aus dem Amt zu drängen, wäre Frieden in der Formel 1. Dann könnte ich im Oktober am Ende meiner Legislaturperiode beruhigt abtreten."

Piratenserie und Krieg vor Gericht?

Die Streitparteien haben im Augenblick extreme Positionen eingenommen. Die Teams drohen mit der Abspaltung, die FIA mit Gerichtsverfahren. Mosley ließ am Samstag in London die Chancen der von der FIA angedrohten Klagen gegen die vermeintlichen Vertragsbrecher ausloten. Die stehen dem Vernehmen nach sehr gut. Eine Prozesswelle würde jedoch allen schaden. Dem Sport, weil er an Ansehen verliert. Dem Verlierer, weil es um dreistellige Millionensummen geht.

Niki Lauda fordert die unversöhnlichen Streithähne zu einer schnellen Lösung auf. "Es muss jetzt schnell zu einer Einigung kommen. Jeder schadet dem Sport noch mehr. Was sich da abspielt, kapiert draußen keiner. Das ist doch alles nur ein Kindergarten, in dem ein paar Egomanen ihre Spielchen treiben."

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