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Machtkampf FOTA vs. FIA

Mosley mit letztem Gegenangebot

FIA Logo Foto: dpa 26 Bilder

Im Streit um das Formel 1-Reglement der kommenden Saison bleiben die Fronten weiter verhärtet. Max Mosley reagierte nicht auf die Forderung der Teams, die Deadline über Freitag (19.6.) hinaus zu verschieben. Stattdessen machte der FIA-Präsident ein letztes Angebot.

17.06.2009 Tobias Grüner

Die Teams beißen bei der FIA noch immer auf Granit. Trotz Ausstiegsdrohungen ging FIA-Präsident Max Mosley auch kurz vor Auslaufen der Deadline am Freitag nicht auf die Forderungen der FOTA ein. Die Frist für die endgültige Bekanntgabe der Teams für die kommende Saison wird nicht wie von der FOTA gefordert noch einmal nach hinten verlegt. Mosley verlangt jetzt eine schnelle Entscheidung.

Um den Teams die Zusage für die Formel 1-WM 2010 etwas schmackhafter zu machen, hat der Brite sein altes Angebot in ganz wenigen Punkten angepasst. In einem Brief machte der FIA-Chef den FOTA-Mitgliedern am Mittwoch ein allerletztes Angebot.

Keine Annäherung bei den Eckpunkten

Weiterhin bietet Mosley den Teams die Unterzeichnung eines Concorde Agreement bis 2014 an. Der Kompromiss beim Thema Kostensenkung sieht den bekannten Stufenplan vor: Danach dürfen die Teams 2010 noch 100 Millionen Euro ausgeben. 2011 müssen die Kosten dann endgültig auf das von der FIA gewünschte 45 Millionen Plateau gedrückt werden.

Der FIA-Chef sicherte den Teams allerdings erstmals zu, dass es im Falle Verstößen gegen die Budget-Obergrenze keine sportlichen Strafen geben wird, die auf der Strecke ausgesprochen werden. Stattdessen will der Brite einen festen Strafenkatalog erstellen, in dem genau geregelt ist, welche Maßnahmen zu treffen sind.

Cosworth nicht an Drehzahllimit gebunden

In dem neuen Brief ist auch geregelt, dass Cosworth als neuer und unabhängiger Motorenlieferant auch über das für die anderen Hersteller gültige Drehzahllimit von 18.000 Umdrehungen pro Minute gehen darf. Allerdings bleiben die Drehzahlen bei einem Motorenkontingent von acht Aggregaten pro Team automatisch beschränkt, will man die Ausfallquote nicht in die Höhe treiben.

Gesprächsbereit zeigte sich Mosley bei der erstmals bekannt gewordenen Forderung der Teams, das Berufungsgericht (Court of Appeal) zu wechseln. Allerdings sicherte Mosley nur zu, den Prozess zu überdenken. Eine Übertragung der Verantwortlichkeit an den internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne, wie von der FOTA gewünscht, komme dagegen nicht in Frage.

Eine Unterschrift genügt

Die Teams müssen sich nun entscheiden, ob sie unter diesen Regeln in der kommenden Saison antreten wollen, oder das Risiko einer Piratenserie eingehen wollen. Um das Prozedere der Nennung zu vereinfachen, erstellte die FIA unter dem an die Teams versendeten Brief ein Kästchen, in dem sich die Verantwortlichen mit nur einer Unterschrift automatisch für die kommende Saison eintragen können.

Ganz ohne Seitenhieb an die FOTA kam aber auch die Antwort am Mittwoch nicht aus. Mosley verschickte noch einmal eine Dokumentation über die Budget-Diskussionen in den vergangenen Monaten. Überraschenderweise waren die ersten, die 2008 eine Obergrenze ins Gespräch brachten, ausgerechnet die beiden FOTA-Mitglieder John Howett (Toyota) und Ross Brawn (Brawn GP).

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