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Magenprobleme

McLaren tauscht zwei Leute aus

Lewis Hamilton - GP Indien 2011 Foto: McLaren 63 Bilder

Indien ist ein exotisches Land. Das trifft auch auf die Speisen zu. Man fängt sich leicht eine Magenverstimmung ein. Bei McLaren hat es sechs Mitarbeiter erwischt. Zwei müssen ausgetauscht werden. Aus England fliegt Ersatz ein.

29.10.2011 Michael Schmidt

McLaren-Mercedes rechnet sich für den GP Indien Siegchancen aus. Dabei lief nicht alles glatt für das Team, das Red Bull in diesem Jahr fünf Siege abgeluchst hat. Es begann mit der Strafe für Lewis Hamilton. Der Zweitplatzierte des Trainings muss drei Startplätze zurück, weil er im ersten Freien Training die gelben Flaggen ignoriert hatte. "Meine eigene Dummheit", gestand Hamilton und seufzte: "Irgendwie passt es in meine verkorkste Saison." Dann gibt er sich gleich wieder kämpferisch: "Die Strecke lädt zu Überholmanövern ein. Wenn die Strafe irgendwo verschmerzbar ist, dann hier."

Button "zur falschen Zeit am falschen Ort"

Jenson Button sah im dritten Training am Samstagmorgen noch wie ein potenzieller Red Bull-Herausforderer aus. Doch dann wäre der dreifache Saisonsieger beinahe in Q1 durch den Rost gerutscht. "Ich steckte ständig im Verkehr und fand nie einen Rhythmus. Deshalb kamen die harten Reifen nie auf Temperatur." Button musste gegen den Plan schon früh einen Satz weiche Reifen aufziehen lassen. Aber auch da blieb es bei der Zitterpartie. "Ich steckte sofort wieder zwischen einem Virgin und einem Lotus fest."

Im Top Ten-Finale musste der Engländer alles auf einen Versuch konzentrieren. Er hatte nur noch einen Satz Reifen der Marke "soft" zur Verfügung. Der erste Sektor begann vielversprechend. Im zweiten musste Button zwei Mal vom Gas. "Direkt vor mir flog Massa von der Piste. Kurz darauf wurden die gelben Flaggen geschwenkt. Weiß der Henker, warum sie das hinter der Unfallstelle machen." Button büßte allein in diesem Sektor neun Zehntel auf Sebastian Vettel ein. "Die Daten haben gezeigt, dass ich an der Stelle 14 km/h langsamer war als üblich." In der Gesamtzeit fehlten ihm 0,772 Sekunden. Bittere Erkenntnis: "Ich war heute immer zur falschen Zeit am falschen Ort."

McLaren muss zwei Mitarbeiter ersetzen

McLaren trat das Abschlusstraining geschwächt an. Sechs Mitarbeiter des Teams lagen mit einer Magenverstimmung im Bett. Nicht unüblich für Indien. Zwei seiner Angestellten musste Teamchef Martin Whitmarsh aus gesundheitlichen Gründen sogar nach Hause schicken. "Wir wussten um das Problem mit dem Essen. Deshalb saßen in England Ersatzleute auf gepackten Koffern. Wir fliegen sie jetzt ein."

Lewis Hamilton will diese Saison wenigstens noch mit einer positiven Note beenden. Der Weltmeister von 2008 verspricht nach einer Saison voller Pannen, Strafen und Enttäuschungen Besserung. "Ich bin weder mit meiner Fahrerei zufrieden, noch mit der Tatsache, dass ich Stammgast in der Rennleitung bin. Die Formel 1 ist ein komplexer Sport, der absolut volle Konzentration verlangt. Ich werde in Zukunft alle Ablenkungen aus meinem Leben ausblenden und ausschließlich für meinen Sport leben." Damit waren wohl die Trennung von seiner Freundin Nicole Scherzinger und die regelmäßigen Flüge nach Los Angeles gemeint.

Man könne, so Hamilton, den Schalter nicht von heute auf morgen umlegen. "Das ist ein Puzzle, bei dem ein Teil in das andere passen muss. Korea war schon mal ein guter Anfang. Ich werde mich in Zukunft aus heiklen Situationen im Rennen raushalten und das Bestmögliche aus mir und dem Auto rausholen."

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