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Renault-Vertrag für 2016

Magnussen ersetzt Maldonado

Kevin Magnussen - Formel 1 2015 Foto: xpb 20 Bilder

Kevin Magnussen hat einen Vertrag beim neuen Renault-Werksteam für 2016 unterschrieben. Die Verpflichtung wird bei der Teampräsentation am Mittwoch (3.2.2016) offiziell verkündet. Pastor Maldonado ist damit raus. Der Venezolaner hat seinen F1-Abschied bereits offiziell bestätigt.

01.02.2016 Tobias Grüner

Die Formel 1-Fans müssen künftig ohne Action-Garant Pastor Maldonado auskommen. Wie auto motor und sport aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, bekommt der Venezolaner 2016 kein Cockpit bei Renault. Sein Hauptsponsor PDVSA hat den Vertrag mit dem französischen Rennstall gekündigt.

Im vergangenen Jahr hatte es zunächst noch lange danach ausgesehen, als würde der staatliche Ölkonzern auch weiter bei Lotus an Bord bleiben. Doch der Besitzerwechsel zu Renault sowie der dramatische Ölpreis-Verfall, der das südamerikanische Land in die Krise gestürzt hat, sorgten schließlich dafür, dass der Vertrag gekündigt wurde. Und ohne die rund 40 Millionen Euro Mitgift muss Maldonado die Koffer packen.

Magnussen fix bei Renault F1

Für Renault kam die Entscheidung offenbar nicht unerwartet. Ein Ersatzmann ist bereits gefunden. Kevin Magnussen hat fix für die Saison 2016 unterschrieben. Bei der großen Präsentation des neu formierten Werksteams am Mittwoch in Paris wird der neue Teamkollege von Jolyon Palmer offiziell der Presse vorgestellt.

Der ehemalige McLaren-Pilot soll selbst auch ein paar Sponsoren mitbringen, aber natürlich nicht in dem finanziellen Umfang wie es bei Maldonado der Fall war. Große Auswirkungen auf die sportliche Perspektive soll der Verlust der eingeplanten PDVSA-Sponsormillionen allerdings nicht haben.

Laut Insider-Informationen sorgt das restliche Sponsoren-Paket zusammen mit den vorausgezahlten Prämien von Bernie Ecclestone auch ohne den Maldonado-Anteil für ein ordentliches Budget auf Top-Team-Niveau. Der französische Mineralöl-Konzern Total dürfte zudem sicher nicht unglücklich darüber sein, nun das einzige Logo aus der Branche auf den gelb-schwarzen Werksrenner kleben zu dürfen.

Maldonado bestätigt F1-Ausstieg

Noch bevor Renault den Wechsel offiziell bekanntgegeben hat, verkündete Maldonado über die sozialen Netzwerke, dass er nach 95 Rennen in der Königsklasse nicht mehr an den Start gehen werde. Er richtete sich mit Dankbarkeit an seine Fans: "Mit großer Demut gebe ich bekannt, dass ich 2016 nicht in der Formel 1 dabei bin. Ich bedenke mich für die Unterstützung, die Leidenschaft und die Anteilnahme an meiner Zukunft. Ich fühle mich geehrt, so viel Unterstützung von Euch allen bekommen zu haben und ich bin stolz auf meine professionelle Leistung."

Alternativen gab es zu solch einem späten Zeitpunkt kaum mehr. Nur Manor hätte noch 2 freie Cockpits zu bieten. Aber für einen ehemaligen Grand Prix-Sieger war der Platz bei einem Hinterbänkler-Team wohl keine Alternative. Es ist zudem zu bezweifeln, dass PDVSA einen solchen Wechsel finanziell unterstützt hätte. Und gegen Konkurrenten wie Rio Haryanto, Pascal Wehrlein und Alex Rossi, die eigene Sponsoren an Bord haben, wäre Maldonado chancenlos gewesen.

Wie und wo die Karriere des Südamerikaners weitergeht, ist noch nicht bekannt. Maldonado ist bei den Fans vor allem wegen seiner aggressiven und furchtlosen Fahrweise bekannt. Nach 5 Jahren Formel 1 bleiben sowohl sein überragender Grundspeed als auch eine überragend hohe Fehlerquote in Erinnerung. Man kann über den 30-Jährigen sagen, was man will: Klar ist, dass die Königsklasse ohne Maldonado ein Stück langweiliger wird.

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