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Magnussen ersetzt Alonso in Barcelona

"Das Auto ist berechenbarer"

Kevin Magnussen - McLaren-Honda - Formel 1-Test - Barcelona - 28. Februar 2015 Foto: xpb 24 Bilder

Kevin Magnussen übernahm am Samstag die Vertretung des angeschlagenen Fernando Alonso. Für den Dänen waren es die ersten Runden im neuen McLaren-Honda MP4-30. Das Auto habe zwar nicht so viel Abtrieb wie sein Vorgänger, sei aber stabiler und berechenbarer. Bis zum Europa-Auftakt will McLaren laut Teamchef Eric Boullier konkurrenzfähig sein.

28.02.2015 Andreas Haupt

McLaren-Honda bleibt die Seuche an den Reifen haften. Dem Lichtblick vom Freitag folgte die Ernüchterung. Nach 101 Runden von Jenson Button blieb der Zähler am Samstag (28.2.2015) bei kümmerlichen 39 Umläufen stehen. Ein Ölleck stoppte Ersatzfahrer Kevin Magnussen und die britisch-japanische Allianz.

McLaren will am Sonntag Renndistanz abspulen

"Wir haben aus Vorsicht den Tag beendet, weil wir nichts mehr riskieren wollten. Denn morgen wollen wir eine Rennsimulation abspulen und viele Kilometer sammeln", erklärt Teamchef Eric Boullier. Es wird die erste in diesem Testwinter sein. Am zwölften von zwölf Vorbereitungstagen. Dieser Fakt zeigt, dass das Team seinen Ambitionen und seinem Programm weit hinterher läuft. "Wir müssen bei der Rennsimulation zeigen, dass der Motor bei voller Leistung zuverlässig ist", sagt Honda-Motorenchef Yasuhisa Arai.

Trotz der Misere sieht man bei McLaren auch positive Aspekte: "Es sieht nicht so negativ aus, wie es von außen den Anschein hat. Was wir jetzt durchmachen, haben die anderen im letzten Jahr durchleben müssen. Im Prinzip funktionieren alle Systeme: das Auto, der Antrieb, die Kühlung", berichtet Boullier.

MP4-30 hat weniger Grip als Vorgänger

Aber die Systeme streiken im Zusammenspiel. In der Kilometerwertung belegt McLaren klar den letzten Platz. Man hat die Rolle von Red Bull aus dem Jahr 2014 übernommen. Die mangelnde Laufleistung behindert auch die Entwicklung des MP4-30. McLaren-Honda fährt noch mehr oder weniger mit dem Basispaket. Neue Teile ans Auto zu schrauben, macht in der aktuellen Situation wenig Sinn. Zuerst müssen andere Baustelle aufgeräumt werden.

Kevin Magnussen, der am Samstag den angeschlagenen Fernando Alonso ersetzte, attestiert dem neuen Auto gute Attribute. Der Däne - im letzten Jahr noch McLaren-Stammfahrer - pflichtet seinem Teamkollegen Button bei, der am Freitag befand, das Auto sei eine andere Kategorie. "Es ist eine gute Basis und fühlt sich konstanter, stabiler und berechenbarer als sein Vorgänger an. Die Fahrbarkeit ist besser. Speziell auf der Vorderachse. Dort war das letztjährige Auto sehr spitz und schwer zu fahren. Insgesamt fühlt sich das Auto von der aerodynamischen und mechanischen Seite konstanter an, was das Vertrauen steigert."

Doch Magnussen sagt auch: "Das Auto hat wahrscheinlich noch weniger Grip und ich bin nicht mit viel Benzin gefahren. Ich weiß nicht, wie sich der Wagen mit viel Sprit fährt." Teamchef Boullier gibt die Marschrichtung vor: "Wir hinken dem Fahrplan noch hinterher. Bis zum Europaauftakt in Barcelona sollten wir aber wettbewerbsfähig sein."

Boullier erwartet Alonso-Entscheidung nächste Woche

Ob Starfahrer Fernando Alonso zum Saisonauftakt in zwei Wochen in Melbourne ins Auto steigt, scheint noch nicht ganz sicher. "Ich erwarte nächste Woche eine Antwort. Wenn die Ärzte grünes Licht geben, sehe ich kein Problem", äußert sich der Teamchef. Kevin Magnussen würden bei einem "Nein" ins Cockpit schlüpfen: "Es wäre schwierig für mich. Ich habe kein eigenes Team an Ingenieuren, mit denen ich jeden Tag über das Auto spreche. Ich habe ein bisschen eine Außenseiterrolle."

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