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Magnussen fährt in Monza

Ein Crash wie ein Flugzeugabsturz

Magnussen Crash GP Belgien 2016 Foto: sutton-images.com 62 Bilder

Eau Rouge hat wieder zugeschlagen. In der sechsten Runde entgleiste Kevin Magnussen in der berüchtigsten Kurve von Spa bei fast 300 km/h. Der Renault schlug zwei Mal hart in die Reifenstapel ein. Magnussen kam mit einem verstauchten Knöchel davon und fährt in Monza.

28.08.2016 Michael Schmidt

In der sechsten Runde des GP Belgien stockte allen der Atem. Kevin Magnussen donnerte nach einem Dreher in Eau Rouge frontal in den Reifenstapel. Sein Renault machte eine weitere Drehung und schlug noch ein zweites Mal in die Absperrungen ein. Diesmal seitlich. Von dem gelben Auto blieb nur noch ein Trümmerhaufen übrig. Das Chassis war an der Flanke massiv beschädigt.

Nach einer gefühlten Ewigkeit stieg Magnussen selbst aus dem Wrack und humpelte zum Medical-Car. Ein kurzer Check an der Strecke ergab einen Cut am linken Knöchel. Deshalb wurde der Däne in ein Krankenhaus nach Verviers gebracht.

Unglaublich aber wahr: Der Renault-Pilot kam mit einem verstauchten Knöchel davon. Keine Brüche, kein Blackout. „Kevin konnte das Auto aus eigener Kraft verlassen“, bestätigte Teamchef Frederic Vasseur. Magnussen twitterte, dass es ihm gut gehe und dass er bereit sei, in Monza zu fahren. Besser kann man Sicherheit nicht dokumentieren.

Magnussen vorher vier Mal über die Randsteine

Magnussen hatte sich ausgangs Eau Rouge quergestellt, versuchte zu korrigieren und fing sich dabei einen Konter ein. Der Renault R.S.16 bog nach rechts ab, drehte sich ein Mal um die eigene Achse, bevor er frontal in die Reifenstapel eintauchte. In der Runde davor war der Däne mit 299,1 km/h an der Unfallstelle gemessen worden.

Möglicherweise wurde Magnussen dadurch aus der Bahn geworfen, dass sein Auto auf dem inneren Randstein kurz abhob, und er bei der Landung von durchdrehenden Hinterrädern überrascht wurde. Der Däne hatte die Randsteine zum vierten Mal in Folge aggressiv mit beiden Rädern überfahren. Die Rennleitung war drauf und dran dem Team eine Warnung zukommen zu lassen.

Loser Nackenschutz macht FIA Sorgen

Die Unfalldaten selbst sind noch inoffiziell, weil die Blackbox noch ausgewertet werden muss. Man hört aber, dass Magnussen beim ersten Aufprall mit 42 g verzögert wurde, beim zweiten mit 18 g. Beim zweiten Aufschlag löste sich auch der Kopf- und Nackenschutz im Cockpit. Das macht den Sicherheits-Experten der FIA Sorgen.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting kündigte eine Untersuchung an. Der ausgeschäumte Kragen ist der beste Lebensretter. Deshalb sollte er auch im Cockpit bleiben. Auch bei zwei Kontakten in Folge. Normalerweise rasten beim Einbau zwei 5 Zentimeter lange Stifte ein. Auf der anderen Seite wird er durch die Cockpitwand gehalten. „Wir haben zum ersten Mal gesehen, dass der Schutz davongeflogen ist“, erklärte Whiting.

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