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Magnussen über Spa-Unfall

„Plötzlich wieder Grip bekommen“

Kevin Magnussen - GP Italien 2016 Foto: sutton-images.com 99 Bilder

Kevin Magnussen wird beim GP Italien im Renault sitzen. Die FIA-Ärzte erteilten ihm die Starterlaubnis. Nur 4 Tage nach seinem mörderischen Abflug in Spa erinnerte sich der Däne an jedes Detail. Renault bringt am Freitagabend ein neues Chassis.

01.09.2016 Michael Schmidt

Der Unfall erinnerte an einen Flugzeugabsturz. Der Renault R.S.16 war nach Kevin Magnussens Abflug in der Eau Rouge-Kurve von Spa ein Haufen Karbon-Schrott. „Da ist kein Teil ganz geblieben“, berichteten die Ingenieure. Auf der rechten Chassis-Seite klaffte ein großes Loch. Trotzdem stieg der Unfallpilot aus, als wäre nichts geschehen. Ein Stauchung am Knöchel, jede Menge blaue Flecken. Das war‘s.

Besser lässt sich Sicherheit im Rennsport nicht dokumentieren. Die genauen Unfalldaten sind noch unter Verschluss. Man weiß, dass Magnussen jenseits von 290 km/h die Kontrolle verloren hat und dass die Verzögerung bei den beiden Einschlägen 42g und 18g betrug.

Mit der Ermittlung der Einschlaggeschwindigkeit wurde es etwas schwieriger, weil Magnussen bremste und bei der Rückwärtsfahrt die Pitot-Rohre keine Geschwindigkeitsdaten lieferten. Wir haben gehört, der erste Einschlag erfolgte mit 171 km/h.

Keine Alpträume bei Magnussen

Magnussen ruhte sich nach dem Unfall 3 Tage in seiner Heimat Dänemark aus. Als er am Donnerstagmorgen in Monza eintraf, konnte man nicht einmal mehr ein Hinken erkennen. Die Freigabe der FIA-Ärzte war dann nur noch eine Formsache.

Der Renault-Pilot konnte sich aber noch genau an die dramatischen Sekunden in Eau Rouge erinnern. „Ich habe oben auf der Kuppe eine Bodenwelle getroffen und das Heck verloren. Es fühlte sich zunächst an, als würde sich das Auto nach links eindrehen, doch dann hat es plötzlich Grip bekommen und ist nach rechts in die Mauer abgebogen.“ Die Telemetrie von Renault verrät, dass trotz der hohen Geschwindigkeit die Hinterräder durchgedreht haben. Also müssen sie kurz in der Luft gewesen sein.

Magnussen glaubt nicht, dass ihn der Unfall noch lange verfolgt: „Der Crash hat gezeigt, dass unser Auto sehr sicher ist. Ich muss mir also keine Sorgen machen. Deshalb werde ich gleich wieder Vollgas geben und so hart wie möglich attackieren.“

Magnussen wird das Training mit dem Ersatz-Chassis beginnen. Ein neues Chassis wird erst am Freitagabend in Monza eintreffen. Renault hatte in diesem Jahr einen großen Aderlass. Es ist bereits das dritte Chassis, das der Rennstall abschreiben muss.

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