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Formel 1: Vettel, Rosberg & Co. in Malaysia

Deutschland zweimal auf dem Podium

Michael Schumache & Nico Rosberg Foto: xpb 63 Bilder

Nach dem grandiosen Qualifying konnten nicht alle deutschen Piloten ihre gute Ausgangsposition nutzen. Immerhin hingen am Ende zwei deutsche Flaggen über dem Podium. Für Timo Glock und Michael Schumacher gab es dagegen nichts zu feiern.

04.04.2010 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Nico Hülkenberg:

Da landet Timo Hülkenberg zum ersten Mal in den WM-Punkten, und trotzdem machte der Williams-Pilot kein glückliches Gesicht. "Da war viel Glück dabei", gab der Mann aus Emmerich zu. Glück in Form eines Motorschadens von Fernando Alonso. Der Fünfte des Trainings verlor beim Start drei Positionen, machte aber in Kurve 4 gleich wieder verlorenes Terrain gut. "Der Start war nicht so gut", gab Hülkenberg zu.

Schon bald merkte der Williams-Pilot, dass der Start auf weichen Reifen keine gute Idee war. "Die Hinterreifen haben unheimlich abgebaut. Deshalb bin ich früh an die Boxen gerufen worden. Auf der Gegengeraden bekomme ich plötzlich einen Funkspruch, dass auch noch das Lenkrad getauscht werden muss. Keine Ahnung wieso, aber da diskutierst du nicht lang. Sie hatten vorher immer wieder bestimmte Einstellungen abgefragt. Beim Boxenstopp ging dann der erste Gang nicht rein. Das hat mich fünf Sekunden gekostet."

Nach dem Reifenwechsel ging es einige Runden lang ganz passabel, bis sich wieder die Hinterreifen abmeldeten. "Ich hatte kaum Traktion, bin aus Kurve 2 schlecht rausgekommen, und so war ich leichte Beute für Alguersuari." Und warum so enttäuscht, wenn man schon in seinem dritten Rennen einen WM-Punkt für Platz zehn abholt? Hülkenberg zuckte mit den Schultern: "Wenn man sich anschaut, wo wir gestartet sind und wo die Ferrari und die McLaren und das dann mit dem Zieleinlauf vergleicht, dann müssen wir uns Sorgen um unser Renntempo machen."

Adrian Sutil:

Immer wenn Punkte in Reichweite sind, muss man sich um Adrian Sutil Sorgen machen. Normalerweise. Aber nicht so in Malaysia. Zwar konnte er seinen vierten Startplatz nicht ganz halten, mit Rang fünf und zehn Zählern war der Deutsche dennoch zufrieden. "Das habe ich wirklich gebraucht. Nach den ersten zwei Rennen mit vielen Problemen muss man einfach ein Ergebnis bringen", sagte Sutil anschließend erleichtert. "Ich hatte ein sehr gutes Wochenende mit dem Qualifying. Alles lief glatt."

Nur ein Moment wird Sutil in schlechter Erinnerung bleiben - der Start. "Da war ich leider außen in der ersten Kurve. Innen ist es normalerweise besser, weil man dann in der zweiten Kurve außen liegt und besser beschleunigen kann. Das hat bei Robert Kubica auch gut geklappt. Da konnte ich nichts gegen machen. Er kam erneut sehr gut von der Linie weg. Die Renault sind da wirklich sehr stark. Aber ich freue mich trotzdem darüber, dass ich Platz vier halten konnte."

Um den Platz zu sichern, musste sich der Force India-Pilot in den letzten Runden gegen Lewis Hamilton wehren. Mit Erfolg. Sutils alter Freund aus Formel 3-Zeiten musste sich mit Platz sechs zufrieden geben. "Es ist immer schön, wenn wir uns auf der Rennstrecke treffen. Wir geben beide immer alles. Auf der Strecke gibt es keine Freundschaft. Ich habe ihm einfach keine Chance gelassen, nahe an mich ranzukommen. Am Ende hat er wohl auch Probleme mit seinen Reifen bekommen."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg fuhr zum dritten Mal in seiner Karriere nach Melbourne und Singapur 2008 auf das Podest, zum ersten Mal für sein neues Team Mercedes GP. Im Ziel fehlten Rosberg 13,5 Sekunden auf den Sieger. Die Red Bull waren außer Reichweite, aber Robert Kubica hatte er unter Kontrolle. "Nur im ersten Turn war er ziemlich lästig. Mit den weichen Reifen habe ich hinten Probleme bekommen. Auf den harten ging es viel besser. Robert konnte nur noch einmal aufschließen, als ich an Chandhok hängengeblieben bin."

Die Freude über den dritten Platz wog mehr als der Frust darüber, dass die Red Bull mit der Konkurrenz spielten. "Ich bin nicht frustriert deswegen. Uns fehlen ein paar Zehntel, aber es ist ja noch früh in der Saison. Mit zwei fünften und einem dritten Platz habe ich eine gute Basis gelegt. Jetzt müssen wir einfach schneller entwickeln als die Teams vor uns. Um die Red Bull zu schlagen, brauchen wir schon ein paar gute Ideen."

Timo Glock:

Timo Glock hatte viel vor für den GP Malaysia. "Ich mache mich so breit wie ein Airbus A380", kündigte der Virgin-Pilot in Anspielung auf seinen Arbeitgeber Richard Branson, den Airline-Chef an. Als das Rennen dann begann, war nicht mehr viel mit breit machen. In der dritten Runde steckte Glock im Kiesbett.

"Der Start war gut, in der ersten Runde ging es drunter und drüber. Irgendwie bin ich hinter Trulli gefallen, der normalerweise viel langsamer ist als ich. Als ich ihn ausbremsen wollte, blockierten die Hinterradbremsen, und ich drehte mich von der Strecke. Leider hat das Anti-Stallsystem, das den Motor nach einem Dreher am Laufen hält, nicht funktioniert. Dass ich Jarno dabei getroffen habe, tut mir leid. Es war mein Fehler."

Michael Schumacher:

Wie der Tag von Michael Schumacher lief, lesen Sie hier:

>> Schumacher: "Das ist Teil des Rennsports"

Sebastian Vettel:

Was Sebastian Vettel am Rennsonntag erlebte, lesen Sie hier:

>> Vettel: "Der leicht beschwipste Malaysia-Sieger"

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