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Malaysia-Regenpause

Fünfte Unterbrechung der F1-Geschichte

Regen Unterbrechung GP Malaysia 2012 Foto: dpa 91 Bilder

Der Grand Prix von Malaysia wurde mit Ende der achten Runde unterbrochen. Ein gewaltiger Wolkenbruch setzte die Strecke unter Wasser. Erinnerungen an 2009 wurden wach, als das Rennen komplett abgebrochen wurde. Zum fünften Mal wurde die Formel 1 zur Pause gezwungen.

23.03.2012 Michael Schmidt

Der große Regen kam in Runde fünf. Da standen die elf Fahrer an der Box, die noch nicht von Intermediates auf Regenreifen umgerüstet hatten. Darunter auch Spitzenreiter Lewis Hamilton und beide Red Bull-Piloten. Nach drei Runden hinter dem Safety-Car wurde der Regen so stark, dass die Rennleitung die rote Flagge hisste. Jenson Button berichtete über Funk von einem großen See im letzten Sektor der Strecke. Das Rennen wurde unterbrochen und erst nach 51 Minuten wieder angepfiffen. Zum fünften Mal in der Geschichte der Formel 1 machte ein Rennen Pause.

HRT pokert richtig

Wäre das Rennen nicht wieder aufgenommen worden, hätte es halbe Punkte gegeben. So wie 2009, als nach 31 Runden wegen eines Gewittersturms komplett abgebrochen werden musste. Das Klassement hätte dann wie folgt ausgesehen: Lewis Hamilton vor Jenson Button und Sauber-Pilot Sergio Perez, der schon in der ersten Runde seine Intermediates gegen Regenreifen eingetauscht und damit das große Los gezogen hätte.

Auf Platz vier war Mark Webber, gefolgt von Fernando Alonso, Sebastian Vettel, Jean-Eric Vergne, Felipe Massa, Nico Rosberg und Narain Karthikeyan. Das sind die zehn Fahrer, für die es im Falle eines Abbruchs halbe Punkte gegeben hätte. Um volle Punktzahl zu vergeben, müssen in Malaysia mindestens 42 Runden gefahren werden.

Vergne profitierte davon, dass er als einziger Pilot auf Intermediates ausharrte. Die größte Weitsicht bewies das kleinste Team. HRT schickte Narain Karthikeyan und Pedro de la Rosa gleich zu Beginn auf Schlechtwetterreifen ins Rennen. Man müsste sich eigentlich fast einen Abbruch wünschen müssen, damit die Spanier belohnt werden.

Sie hätten den Top-Teams dann eine schöne Nase gedreht. Leer ausgegangen wären unter anderem Nico Hülkenberg, der auf Rang 11 lag und Michael Schumacher, der trotz eines Drehers in der Startrunde auf Platz 15 rangierte.

51 Minuten Regenpause in Malaysia

Die Unterbrechung dauerte insgesamt 51 Minuten. Es gibt zwar theoretisch eine Vier-Stunden-Grenze. Doch um 19.27 Uhr setzt der Sonnenuntergang der Veranstaltung ein natürliches Ende.

Bernie Ecclestone sollte sich fragen, ob es klug war, die Startzeit auf 16 Uhr lokaler Zeit zu legen, um den europäischen TV-Stationen einen Gefallen zu tun. Wenn Europa schon so wichtig ist, warum fahren wir dort nicht öfter? Stattdessen findet hier in Malaysia ein Grand Prix vor mäßig besetzten Kulissen statt.

Unterbrechungen in Kanada, Nürburgring, Korea und Monaco

Zur Erinnerung haben wir Ihnen noch einmal die bisherigen vier Unterbrechungen der GP-Historie aufgelistet:

In der 19. Runde des GP Kanada öffnete der Himmel über Montreal seine Schleusen. Bis dahin hatte es lediglich leicht getröpfelt. Die Rennleitung schickte sofort das Safety-Car auf die Strecke. Zum dritten Mal an diesem Tag. Sebastian Vettel berichtete am Funk: "Absolut unfahrbar." Fünf Runden später zückte die Rennleitung die rote Flagge. Erst nach zwei Stunden ging es weiter. Schon zum vierten Mal in der Geschichte wurde ein Formel 1-Rennen unterbrochen.

Die Regel kam erstmals 2007 am Nürburgring zur Anwendung. Aus dem gleichen Grund wie in Montreal. Ein Wolkenbruch überschwemmte die Piste. 2010 wurde die GP-Premiere in Korea wegen Dauerregens nach wenigen Runden hinter dem Safety-Car gestoppt und fast eine Stunde später wieder gestartet. Auch der GP Monaco 2011 fand in zwei Teilen statt. Nach einer Kollision in der Schwimmbadschikane brauchte Vitaly Petrov medizinische Hilfe. 21 Minuten später folgte ein Sieben-Rundensprint.

Kompletter Abbruch in Malaysia 2009

Der Abbruch am Sonntag ist nicht der erste in Malaysia. Schon 2009 musste FIA-Rennleiter Charlie Whiting den Grand Prix abwinken, weil es bereits dunkel wurde. Es gab nur halbe Punkte. Mit 31 Runden war nur etwas mehr als die Hälfte der Renndistanz zurückgelegt worden. Die Statuten besagen, dass Whiting das Rennen neu starten muss, solange irgendeine Möglichkeit dazu besteht.

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