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Maldonado auf Pole

Keine Erklärung für Williams-Wunder

Alonso & Maldonado - GP Spanien - 12. Mai 2012 Foto: xpb 76 Bilder

Sebastian Vettel weiß nicht, warum sein Auto in der Qualifikation plötzlich den Grip verlor. Jenson Button hat keine Ahnung, warum er trotz 40 Grad Asphalttemperatur keine Reifentemperatur generieren konnte. Williams weiß nicht, warum Pastor Maldonado die zweitschnellste Runde fuhr.

12.05.2012 Michael Schmidt

Williams steht zum ersten Mal seit dem GP Brasilien 2010 wieder auf der Pole Position. Pastor Maldonado fuhr die zweitschnellste Zeit. Dank der Strafe für Lewis Hamilton ging es sogar ganz nach vorne.

"Mein schönstes Geburtstagsgeschenk", bedankte sich Frank Williams bei seinem Team, noch bevor die Strafe gegen Hamilton bekannt wurde. Vor einem Monat wurde Sir Frank 70 Jahre alt. Bei Williams wäre man auch mit Startplatz zwei schon hoch zufrieden gewesen. "Wir wollten keine Pole Position geschenkt", sagte Teammanager Dickie Stanford stolz.

Maldonado erbt Pole Position

Um 19.29 Uhr war es dann amtlich. Pastor Maldonado rutschte auf den ersten Startplatz vor. Endlich wieder ein Highlight für das Traditionsteam. Vor allem nach der Pleitensaison 2011, in der Williams mit fünf Punkten nur auf Platz neun in der Konstrukteurs-WM gelandet ist.

Die Sternstunde von Maldonado ist eine Sensation, aber kein Zufallsprodukt. Der Williams FW34 hat schon bei den ersten vier Rennen sein Potenzial gezeigt. Doch warum es diesmal gleich zu einem Platz in der ersten Startreihe gereicht hat, dafür hatte auch bei Williams keiner eine Erklärung.

Maldonado mit viel Selbstvertrauen

Technikkoordinator Mark Gillan machte einen Versuch: "Unsere Modifikationen haben darauf hingezielt, dass unser Auto leichter zu fahren ist. Wir haben am Freitag viel Zeit dafür verwendet, aerodynamische Daten zu sammeln und sie mit dem Windkanal gegenzuchecken."

"Am Samstagmorgen war Pastor so zufrieden mit seinem Auto, dass wir vor der Qualifikation praktisch nichts mehr geändert haben. Er hatte so viel Selbstvertrauen, dass er sich für das Rennen sogar einen frischen Satz weiche Reifen gespart hat. Wir sind durch Q1 mit harten Reifen gekommen." Das bezweifeln Augenzeugen. Sie wollen gesehen haben, dass Maldonado in Q1 doch auf weichen Reifen fuhr.

Williams ohne große Updates

Williams hatte beim technischen Wettrüsten noch die geringsten Änderungen an seinem Auto vorgenommen. Mit dem Auspuff und der Motoverkleidung kramte man eine Uralt-Lösung wieder auf. Die Versionen, die in Bahrain eingesetzt und die McLaren-Kopie die in Mugello getestet wurde, blieben in der Kiste.

Der neue Heckflügel liefert in DRS-Stellung ein bisschen mehr Top-Speed, aber nicht so dramatisch, dass man von einem Matchwinner sprechen könnte. Maldonado lag mit 313,7 km/h deutlich hinter den Lotus, die mit 323 km/h die Top-Speed-Liste anführten.

Kann Williams in Barcelona gewinnen?

Das direkte Umfeld von Maldonado hat seine drei Satz weiche Reifen schon aufgebraucht. Deshalb muss man den Venezolaner und seinen Williams auch im Rennen ernst nehmen. "Normalerweise liegt unsere Stärke im Rennen", sagt Gillan. "Wir haben eine stabile Plattform. Wenn man ein gutes Rennauto verbessert und keine speziellen Schwächen kompensieren muss, wirkt sich jede positive Entwicklung auch auf die Leistung in der Qualifikation aus."

Ob es im fünften Lauf der Saison zum ersten Williams-Sieg seit dem GP Brasilien 2004 reicht, wollte Gillan nicht bestätigen. "Jetzt gleich von einem Sieg zu sprechen, wäre vermessen. Aber wir werden vorne dabei sein." Der größte Unsicherheitsfaktor ist der Fahrer. Selbst im Team sagen sie: "Wenn Pastor unter Druck fahren muss, macht er noch zu viele Fehler."

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