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Maldonado Vorfreude auf Mercedes

"Werden mehr als halbe Sekunde gewinnen"

Lotus - Formel 1 - GP Russland - Sochi - 9. Oktober 2014 Foto: ams 28 Bilder

Für Pastor Maldonado geriet der Wechsel von Williams zu Lotus zum Flop. Während Williams von Podium zu Podium fährt, steht Maldonados Punktekonto noch auf Null. Die beste Nachricht war deshalb, dass Lotus 2015 die Renault-Motoren gegen Mercedes-Power eintauscht.

14.10.2014 Michael Schmidt

Selten hat sich ein Formel 1-Fahrer so geirrt. Pastor Maldonado ging von Williams weg, als dort der Knoten platzte. Die Williams-Mercedes sind derzeit die zweite Kraft im Feld. Maldonados neues Team Lotus fährt hinterher. Viele Defekte, null Punkte. Eine niederschmetternde Bilanz.

Mercedes-Motor in allen Punkten besser als Renault

Doch das Happy end könnte noch kommen. Lotus tauscht 2015 die Renault-Motoren gegen Mercedes-Power ein. Nach internen Angaben gewinnt man damit 85 PS und spart 18 Kilogramm. Lotus bekam von Renault manchmal nur die zweite Wahl. Die Teamleitung beschwerte sich mehrfach in Paris.

Lotus-Besitzer Gerard Lopez kostet der Motortausch eine zweistellige Millionensumme. Renault verlangt eine Abfindung. Für Maldonado ist es das wert: "Wir werden automatisch eine halbe Sekunde gegenüber dem Ist-Stand gewinnen. Und die Aerodynamik profitiert davon, weil die Antriebseinheit weniger Platz beansprucht." Der Gewichtsvorteil lässt auch die Chassis-Designer jubeln. Sie haben mehr Freiheiten bei der Gewichtsverteilung.

Maldonado freut sich auf 2015 und tröstet sich damit über die ernüchternde Bilanz von 2014 hinweg: "Wir können schon jetzt Zahlen erkennen, die mich hoffen lassen. der Motor hat nicht nur mehr Dampf. Er ist auch standfest. Und er gibt uns von seiner Bauweise und Kühlung mehr Spielraum bei der Fahrzeugentwicklung. Der Renault-Motor ist zwar in der zweiten Saisonhälfte ziemlich solide geworden, aber wir sind einfach zu langsam."

Lotus-Ziel ist Williams-Niveau

Das liegt nach Ansicht des Barcelona-Siegers von 2012 nicht nur am Power-Defizit. Wegen den Zuverlässigkeitsproblemen war Renault mit der Entwicklung spät dran. Es fehlten Kilometer. "Wir mussten das Auto erst standfest bekommen, bevor wir es schneller machen konnten. Dann stellten wir fest, dass es zu viel Luftwiderstand hat. Wir kommen auf der Geraden kaum vom Fleck. Deshalb müssen wir mit einem Minimum an Abtrieb fahren, und das straft uns in den Kurven."

Maldonado weiß zwar, dass Ferrari und Renault aus ihren Fehlern lernen werden, doch das macht ihm keine Sorgen: "Mercedes hat eine halbe Sekunde Vorsprung und wird sich auch verbessern. Vielleicht nicht so viel wie die Konkurrenz, weil weniger Luft nach oben ist. Aber wenn Ferrari und Renault drei Zehntel finden und Mercedes nur eines, liegen sie in Summe immer noch drei Zehntel vorn. Dazu kommt, dass unser Lotus vom Motor profitieren wird. Unser Ziel ist es, auf Williams-Niveau zu kommen."

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