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Maldonado will weg

Williams sitzt am längeren Hebel

Pastor Maldonado Williams 2013 Foto: Williams 43 Bilder

Pastor Maldonado hat nach dem GP Korea noch einmal seinen Unmut über seine aktuelle Situation bei Williams ausgedrückt. Der Venezolaner strebt nach Höherem. Doch aus seinem Vertrag bei Williams kommt er nicht raus.

09.10.2013 Tobias Grüner

Pastor Maldonado macht sich Luft. In seltener Klarheit äußerte der Williams-Pilot nach dem 13. Platz in Korea, dass er sich bei seinem aktuellen Team nicht mehr wohl fühlt. Der Südamerikaner fordert von seinen Ingenieuren ein besseres Auto. Notfalls ist er dafür auch bereit, das Team zu verlassen. Nach auto motor und sport-Informationen hat Maldonado bereits bei Lotus angeklopft.

Maldonado stänkert gegen sein Team

"Ich durchlebe gerade eine sehr schlechte Zeit. Ich muss mich jedes Mal motivieren, um mein Bestes zu geben. Aber ich will mehr. Ich möchte nicht einfach nur in der Formel 1 mitfahren. Da wäre es besser, gleich zuhause zu bleiben. Ich bin hier, um zu siegen. Und ich mache alles, was nötig ist, um das zu erreichen", wird der Venezolaner von "autosport" zitiert.

Dass er sich bereits bei der Konkurrenz um einen neuen Job beworben hat, wollte Maldonado nicht zugeben. Nur so viel: "Ich freue mich schon, nächstes Jahr ein besseres Auto zu fahren. Das brauche ich auch. Ich habe immer gezeigt, dass mit einem guten Auto um Siege und Meisterschaften kämpfen kann. Es ist jetzt sehr enttäuschend, dass ich nur um den Einzug in die zweite Quali-Runde kämpfe."

Auch Maldonados Teamkollege bekommt sein Fett weg. Obwohl das Teamduell im Qualifying 7:7 Unentschieden steht, sieht er den Finnen nicht als adäquate Konkurrenz. "Ich bin nicht hier in der Formel 1 um mit Bottas zu kämpfen. Er ist ein guter Fahrer, aber nicht meine Messlatte. Ich will gegen die großen Jungs fahren."

Williams lässt Vertrag noch einmal prüfen

Die Kritik wird man auch bei Williams mitbekommen haben. Begeisterung hat sie sicherlich nicht ausgelöst. Doch die Verantwortlichen in Grove können ganz beruhigt sein. Der Vertrag mit Maldonados Geldgebern aus Südamerika ist wasserdicht. Das ließ man kürzlich noch einmal extra von einem Londoner Anwalt prüfen. Die staatliche Öl-Fonds PDVSA überweist jährlich ca. 35 Millionen Euro auf das Teamkonto. Das Abkommen läuft noch bis 2015.

Maldonado kann also nicht einfach mit dem Geld zu einem anderen Team abwandern. Zumindest nicht, ohne das Einverständnis seines aktuellen Arbeitgebers. Und das gibt es wohl nur bei einer entsprechenden Abfindung. Maldonado könnte höchstens sagen, dass er gar nicht mehr fahren will. "Dieses Jahr bin ich hier. Nächstes Jahr weiß ich noch nicht, wo ich bin."

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