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Mallya

Sutil hat Vertrauen zurückgezahlt

Foto: Force India 42 Bilder

Keine Punkte, kein Auto im Ziel und trotzdem verbucht Force India-Teambesitzer Vijay Mallya das Monaco-Wochenende als Erfolg. Besonders stolz zeigte sich der Milliardär über die Leistung des tragischen Helden Adrian Sutil.

28.05.2008 Tobias Grüner

Drei Tage nach dem aufregenden Rennen in Monaco zog der Force India-Chef ein versöhnliches Fazit: "Ich kann nicht verschweigen, dass ich traurig bin. Aber wir werden darüber hinwegkommen und wir nehmen viel Positives mit." Vor allem für den zuvor viel kritisierten Adrian Sutil fand der Boss lobende Worte: "Einige haben meine Entscheidung Adrian zu halten schon angezweifelt. Aber ich denke, er hat sich selbst mehr als rehabilitiert."

Entscheidend für das gute Abschneiden war neben der fahrerischen Leistung vor allem die perfekte Strategie: "Ich habe den Piloten gesagt, sie sollen sich in der ersten Runde aus dem Ärger raushalten, sich Zeit lassen und das Auto heil ins Ziel bringen." Zusammen mit der Ein-Stopp-Strategie habe alles perfekt geklappt - bis zum verhängnisvollen Moment sieben Minuten vor dem Ziel.

Räikkönen verhindert Sensation

Leider kam dem Hinterbänkler-Team eine Safety-Car-Phase dazwischen. Zuvor lag Sutil noch deutlich vor Räikkönen. "Wir haben Adrian über Funk gewarnt. Wir wollten nicht, dass er bei einem Überholversuch etwas Dummes macht. Auch ein fünfter Platz wäre schon eine große Leistung gewesen" Umso tragischer sei deshalb die Tatsache gewesen, dass der Crash nicht bei einem Überhol-Mannöver passierte. "Da muss etwas Drastisches passiert sein. Man erwartet von einem Weltmeister eigentlich nicht, dass er einfach in jemanden reinfährt."

Am Ende verbuchte der Milliardär, der auf seiner Privat-Yacht "Indian Empress" gleich zwei riesige Partys veranstaltete, das Wochenende trotzdem als Erfolg. Beim nächsten Grand Prix in Kanada wird das Team wieder mit frischem Mut antreten. Nur auf Regenwetter will sich Mallya dabei allerdings nicht verlassen: "Wir wollen unsere Punkteplätze nicht nur den besonderen Umständen verdanken. Wir wollen wettbewerbsfähig werden und jeder im Team gibt sein Bestes dafür. Ich hoffe, dass wir dafür bald auch mal belohnt werden."

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