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Wer fährt bei Manor?

5 Fahrer für 2 Manor-Sitze

Pascal Wehrlein - Mercedes - Formel 1 - 2015 Foto: Wilhelm 27 Bilder

Manor ist das einzige Formel 1-Team, das seine Fahrer noch nicht bekannt gegeben hat. Mit Rio Haryanto. Pascal Wehrlein, Alexander Rossi, Will Stevens und Pastor Maldonado stehen 5 Fahrer zur Auswahl. Wir erklären, warum Haryanto und Wehrlein die besten Chancen haben.

08.02.2016 Michael Schmidt

Manor ist 2016 keine so schlechte Adresse mehr. Der Motor kommt von Mercedes, der Rest der Heckpartie inklusive Getriebe von Williams. Mit den ehemaligen Ferrari-Mitarbeitern Nikolas Tombazis und Pat Fry, Ex-Toro Rosso-Mann Luca Furbatto und Gianluca Pisanello, der schon für Toyota und Caterham gearbeitet hat, ist das Technikbüro promiment besetzt. Und als Teammanager wurde der frühere McLaren-Haudegen Dave Ryan verpflichtet.

Es fehlen nur noch die Fahrer. Am 22. Februar beginnen die Testfahrten in Barcelona. Dann sollte auch bei Manor die Fahrerfrage gelöst sein. Sie ist nur deshalb so lange offen, weil der Rennstall aus Dinnington auf eine Mitgift der Fahrer angewiesen ist. Trotz der rund 45 Millionen Dollar, die es für den 10. Platz in der Konstrukteurs-WM 2015 gibt.

Haryanto bringt Manor das meiste Geld

Manor sucht auf dem Fahrermarkt rund 20 Millionen Dollar. Auf der Warteliste stehen seit Wochen die üblichen Verdächtigen: Rio Haryanto, Pascal Wehrlein, Alexander Rossi und Will Stevens.

Auch Pastor Maldonado steht theoretisch auf der Liste. Der geschasste Renault-Pilot hat zwar bereits seinen Rücktritt aus der Formel 1 angekündigt, doch offenbar könnte er für einen Sitz bei Manor die Hälfte der üblichen Sponsorzuwendung von PDVSA lockermachen. Das wären abzüglich des Gehalts für Maldonado immerhin noch knapp 20 Millionen Dollar.

Früheren Renault-Kollegen hat Maldonado aber verraten, dass er sich nicht sicher ist, ob er das Wagnis eingehen soll. Manor wird sich über den Winter nicht in ein Spitzenteam verwandeln. Auch sein Manager Nicolas Todt äußerte sich ablehnend zur Option Manor, die einem Grand Prix-Sieger nicht würdig sei.

Von den restlichen Kandidaten hat der 23-jährige Indonesier Rio Haryanto das meiste Geld. Die Rede ist von 17 Millionen Dollar. Und er hat einen Markt hinter sich, der für Sponsoren interessant ist. Das sind gewichtige Argumente für den Vierten der abgelaufenen GP2-Serie.

Manor als Mercedes B-Team

Die zweitbesten Chancen werden Pascal Wehrlein eingeräumt. Obwohl der amtierende DTM-Meister nur 4 Millionen Dollar im Gepäck haben soll und damit die kleinste Mitgift aller Bewerber mitbringt.

Aber Wehrlein hat einen Bonus in der Tasche, der schwer wiegt. Manor könnte das B-Team von Mercedes werden. Das hieße in einem ersten Schritt, dass die Aerodynamiker den Mercedes-Windkanal nutzen können. Und die Fahrer den Simulator des Weltmeister-Teams.

Auch Alexander Rossi und Will Stevens sind noch nicht aus dem Rennen. Rossi wird auf 10 Millionen Dollar taxiert. Dazu ist er Amerikaner. Für Bernie Ecclestone ein wichtiger Markt. Der Formel 1-Boss ist von den sich anbahnenden Allianzen Ferrari-Haas F1 und Mercedes-Manor nicht begeistert. Weil es seine Macht schmälert und die der Autokonzerne stärkt.

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