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Manor Racing MRT05 für die Formel 1-Saison 2016

Das erste Auto von Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein - Manor MRT05 - Barcelona - F1 Test - 2016 Foto: sutton-images.com 20 Bilder

Der neue Manor MRT05 ist in Barcelona erstmals aus der Garage gerollt. Das kleine Team aus England geht mit einem neuen Design und neuen Fahrern an den Start. Wir haben die ersten Bilder.

22.02.2016 Michael Schmidt

Es gibt in diesem Jahr keine echten Hinterbänkler mehr. Manor will die Lücke zum Mittelfeld schließen. Im letzten Jahr war sie je nach Strecke noch eine bis 3 Sekunden groß. Doch das ist Schnee von gestern. Der Manor von 2015 hatte einen Ferrari-Motor von 2014 im Heck. Das neue Auto wird vom aktuellen Mercedes V6-Turbo angetrieben. Der Rest der Heckpartie kommt von Williams: Getriebe, Hinterachse, Radträger. Nur die Bremsen und die dazugehörigen Belüftungsschächte stammen nicht aus Grove.

Der neue Manor hat im Windkanal von McLaren große Fortschritte erzielt. Vertragsgemäß testet Manor noch bis zum Spätsommer in der Anlage von McLaren. Dann stellt Mercedes seinen früheren 50-Prozent-Windkanal bereit. In den Mercedes-Simulator dürfen Pascal Wehrlein und Rio Haryanto schon jetzt. Da bahnt sich eine ähnlich enge Kooperation wie zwischen Ferrari und HaasF1 an.

Manor MRT05 zeigt sich in Barcelona

Eigentlich sollte der neue MRT05 am Montag (22.2.2016) kurz vor Testbeginn feierlich enthüllt werden. Doch dann wurden die Mechaniker doch nicht ganz pünktlich fertig. Erst mit anderthalb Stunden Verspätung rollte der weiß-rot-blaue Renner erstmals aus der Garage. Wehrlein durfte die erste Installationsrunde drehen.

Interessante Technik-Lösungen waren nicht zu erkennen. Aber alleine die Tatsache, dass der MRT05 nicht negativ auffällt, ist schon ein Erfolg. 2015 war das kleine Team noch mit einem umgebauten 2014er Modell unterwegs, das kaum weiterentwickelt wurde. Jetzt kommt nach knapp 2 Jahren endlich wieder eine komplette Neuentwicklung zum Einsatz - mit einem brandneuen Mercedes-Antriebspaket.

Interessanter als die Analyse der Technik ist aber der Blick auf das Design. Die Lackierung ist deutlich gefälliger als im Vorjahr. Mit dem alten Marussia-Mief hat das umgekrempelte Manor-Team auch optisch nichts mehr am Hut. Einzig die Tatsache, dass man keine größeren Sponsoren auf dem Auto sieht, gibt Anlass zur Sorge. Aber mit Rio Haryanto hat man ja einen Fahrer an Bord geholt, der eine zweistellige Millionensumme zum Budget beisteuert.

Manor pünktlich mit dem neuen Auto

Teamkollege Wehrlein fährt 2016 in einer Doppelrolle: Er ist nicht nur Stammfahrer bei Manor sondern auch Entwicklungsfahrer bei Mercedes. Manor-Teamchef Dave Ryan setzt große Stücke auf den 21-jährigen DTM-Meister aus Worndorf. "Er wird bei uns die Führungsrolle übernehmen. Und ich bin sicher, er schafft das. Pascal kommt exzellent vorbereitet in die Formel 1. Er hat bei Mercedes schon richtig Formel 1-Erfahrung gesammelt. Und seine Rundenzeiten konnten sich im Vergleich zu den Stammfahrern wirklich sehen lassen."

Ryan kennt die Formel 1 in- und auswendig. Der 61-jährige Neuseeländer war vorher 35 Jahre lang bei McLaren. Zuerst als Mechaniker, später als Teammanager. Er weiß, was ein Team braucht. Deshalb hat er auch die früheren Ferrari-Ingenieure Nikolas Tombazis und Pat Fry an Bord gebracht, Fry zunächst mit einem Beratervertrag. Er verspricht: „Wir werden die Technikabteilung noch ausbauen."

Momentan arbeiten 175 Leute für Manor. "Wir sind eine junge und Truppe, die trotzdem schon ihre Erfahrung im Motorsport gemacht hat", sagt Ryan. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist das Auto voll im Zeitplan. Am Montag wurde in der Fabrik der Mercedes-Motor im Auto angelassen. Die Getriebe wurden am Donnerstag angeliefert. Und pünktlich am 22. Januar geht Wehrlein im neuen Auto gleich auf die Teststrecke.

Manor hat ein strenges Programm vor der Brust. "Wir müssen nicht nur das Auto testen, sondern auch einige Abläufe üben. Weil die letzten Teile des Autos erst diese Woche kamen, konnten wir kein Trockentraining für Boxenstopps machen", verrät Ryan. Trotzdem hat er sich hohe Ziele gesetzt. "Wenn wir es ernst meinen, müssen WM-Punkte unser Ziel sein."

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