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Manor will kämpfen

„Platz 11 wird uns nicht umbringen“

Esteban Ocon - Manor - GP Brasilien 2016 - Interlagos - Rennen Foto: sutton-iamges.com 40 Bilder

Im vorletzten Rennen hat Manor den 10. Platz an Sauber verloren. Der kleinste Rennstall im Feld hat sich lange dagegen gewehrt. Trotz der Enttäuschung gibt sich Teamchef Dave Ryan kämpferisch: „Es kann immer noch alles passieren.“

17.11.2016 Michael Schmidt

Seit dem GP Österreich war die Welt in Ordnung. Da hat Pascal Wehrlein den kleinsten Rennstall im Feld mit seinem Punktgewinn in Spielberg auf den 10. Platz in der Konstrukteurs-Wertung gebracht. Seitdem haben Teamchef Dave Ryan und die Fahrer auf möglichst normale Rennen gehofft. „Ich brauche kein Chaos“, hatte Ryan noch vor dem Start zum GP Brasilien gesagt.

Er wusste, dass ein Regenrennen dem direkten Kontrahenten Sauber die goldene Chance bieten würde. „Sie sind im Regen besser als wir, weil sie mehr Abtrieb haben.“ Die Wasserschlacht von Sao Paulo wurde dann doch lange ein Kampf mit offenem Visier.

Esteban Ocon hatte Felipe Nasr die meiste Zeit im Blickfeld. Ein Mal schrumpfte der Abstand sogar auf 1,2 Sekunden. Erst als sich in der Endphase Fernando Alonso und Valtteri Bottas in das Duell der Kellerkinder einmischten, war der Zug für Ocon abgefahren.

Ocon trotz bestem Rennen enttäuscht

Der spindeldürre Franzose war trotzdem das beste Rennen seiner noch kurzen Karriere gefahren. Er hatte mit seiner beherzten Fahrt im Regen genauso seine Visitenkarte abgegeben wie Max Verstappen an der Spitze. „Das Rennen war gut, aber am Ende herrscht das Gefühl der Enttäuschung vor. Wenn du so nah dran bist, willst du deine ersten Punkte.“

Ocon zauberte seinen Manor praktisch fehlerlos durch die Fluten und überstand am Ende der 19. Runde mit dem Unfall von Kimi Räikkönen einen haarigen Moment. „Esteban war nach dem Rennen noch richtig geschockt. Er hat Kimi im letzten Augenblick erst gesehen und hätte ihn frontal treffen können. Das Rennen hätte zu diesem Zeitpunkt nie freigegeben werden dürfen“, sprach Ryan für seinen Fahrer, der bereits zum Flughafen geeilt war.

Der frühere McLaren-Mann teilte die Enttäuschung seines Piloten, blieb aber fair. „Kompliment an Sauber. Sie haben die Chance hundertprozentig genutzt. Mehr als Ocon gezeigt hat, war bei uns nicht drin. Das Auto kann nicht mehr.“

Bis zur 30. Runde war Manor Zehnter

Insgeheim hatte Manor gehofft, das Rennen würde nach dem Unfall von Räikkönen ganz abgebrochen. Nasr lag zwar auf Platz 7, Ocon und Wehrlein aber auf den Rängen 9 und 10. Unter Einrechnung der 5-Sekunden-Strafe für Daniel Ricciardo hätte es bei halben Punkten je 3 Zähler für Sauber und Manor gegeben.

„Ich habe meinen Fahrern nach dem ersten Re-Start gesagt, dass sie hinter dem Safety-Car in jeder Runde unbedingt innerhalb der 5 Sekunden mit Ricciardo bleiben müssen, für den Fall, dass wieder abgebrochen wird. Was ja auch so kam. Als das Rennen dann noch einmal aufgenommen wurde, sind unsere Chancen immer weiter gesunken. Wir konnten uns mit unseren Autos und den alten Reifen gegen die Schnelleren nicht verteidigen“, bedauerte Ryan.

Trotzdem will Manor nicht aufgeben. Ryan: „Es gibt noch ein 21. Rennen und damit noch eine Chance. In diesem Sport ist alles möglich. Das Rennen ist erst mit der Zielflagge in Abu Dhabi vorbei. Auch wenn es dort kaum regnen wird, haben wir noch Hoffnung. Ericsson ist in Mexiko bei einem Trockenrennen Elfter geworden.“

Ryan räumt ein, dass der Verlust von rund 15 Millionen Dollar das kleine Team treffen würde. „Wir hätten lieber dieses Geld. Aber es nicht zu haben, bedeutet nicht das Ende. Es wird uns nicht umbringen.“

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