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Haryanto nur noch Ersatzfahrer

Ocon neuer Wehrlein-Teamkollege

Rio Haryanto - Formel 1 - GP England 2016 Foto: sutton-images.com 19 Bilder

Manor hat offiziell bekanntgegeben, dass Rio Haryanto seinen Platz als Stammfahrer nach der Sommerpause verlieren wird. Ein Nachfolger ist bereits gefunden. Esteban Ocon wird neuer Teamkollege von Pascal Wehrlein.

10.08.2016 Tobias Grüner

Für Rio Haryanto dürfte die Formel 1-Karriere schon nach 12 Rennen beendet sein. Der erste indonesische Grand Prix-Pilot wurde am Mittwoch (10.8.2016) offiziell von seinem Arbeitgeber aufs Abstellgleis gesetzt. In einer Presseerklärung bestätigte Manor, dass der Vertrag mit dem Rookie vorzeitig aufgelöst wurde.

Nach Angaben des Rennstalls aus Banbury konnte Haryanto seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen. In einfachen Worten heißt das übersetzt: Dem Paydriver ging die Kohle aus. Um den Image-Schaden für den Fahrer in Grenzen zu halten, bekam er von Manor immerhin das Angebot, in den verbleibenden 9 Rennen der Saison als Ersatzpilot an Bord zu bleiben. Das nahm der Indonesier zähneknirschend an.

Haryanto-Kündigung im Interesse des Teams

„Rio ist seit der Vertragsunterzeichnung im Januar ein hochgeschätztes Mitglied unseres Teams. Vor einiger Zeit hat sein Management jedoch angedeutet, dass sie Probleme erwarten, die vertraglichen Verpflichtungen über den Grand Prix von Ungarn hinaus zu erfüllen“, erklärt Teamchef Dave Ryan die Situation.

„Rios Team hat unermüdlich daran gearbeitet, die Situation mit Hilfe seiner indonesischen Förderer zu lösen. Und auch wir haben die Bemühungen soweit wie möglich unterstützt. Das beinhaltete auch die Starterlaubnis für den GP Deutschland. Leider sind wir nun an einem Punkt angekommen, wo die beste Lösung im Interesse des Teams darin besteht, neue Optionen für den Rest der Saison auszuloten.“

Ocon wird neuer Wehrlein-Teamkollege

Wie Manor ebenfalls offiziell bestätigt hat, wird Esteban Ocon ab dem Grand Prix von Belgien im zweiten Cockpit neben Pascal Wehrlein sitzen. Der Franzose hatte bereits im Juli erfolgreich Testfahrten für Mercedes in Silverstone bestritten und darf nun den kompletten Rest der Saison Rennerfahrung sammeln.

Bei der Beförderung Ocons hatten sowohl Renault als auch Mercedes ihre Finger im Spiel. Der 19-Jährige gehört wie Wehrlein zum Mercedes-Nachwuchskader. Er war seit dieser Saison allerdings als Ersatzpilot des Renault-Werksteams an die Franzosen ausgeliehen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigte sich zufrieden, dass künftig ein weiterer Sternfahrer in der Formel 1 unterwegs ist.

Mehr Gegenwehr für Wehrlein

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass sich die Möglichkeit für Esteban eröffnet hat und dass Manor erneut einem vielversprechenden Nachwuchsmann das Vertrauen ausgesprochen hat. Auch die gute Zusammenarbeit zwischen Mercedes und Renault hat dafür gesorgt, dass am Ende alles gepasst hat“, so Wolff.

„Wir haben dieses Jahr schon gesehen, dass Manor unter den richtigen Umständen ein Punktekandidat ist. Manor bietet jungen Fahrern das richtig Umfeld, erste Erfahrung zu sammeln. Es ist ein professionelles, kleines Team, das einen klaren Aufwärtstrend zeigt und bei dem ein Fahrer noch einen echten Unterschied machen kann. Esteban hat beim Silverstone-Test für Mercedes eine tolle Arbeit abgeliefert. Wir freuen uns schon darauf, dabei zuzusehen, wie er die ersten Schritte im F1-Renncockpit macht.“

Während Renault herausfinden will, ob Ocon als Stammfahrer für das Werksteam in der kommenden Saison in Frage kommt, erhofft sich Mercedes mit der Unterstützung Ocons neue Erkenntnisse zum Speed von Pascal Wehrlein. Haryanto konnte den Deutschen zwar ab und zu ärgern, war aber nie eine echte Messlatte. Mit dem ehemaligen GP3-Champion Ocon kann sich Wehrlein auf mehr Gegenwehr einstellen.

Ocon bereit für F1-Premiere

„Ich bin begeistert, dass ich schon am Ende des Monats mein Grand Prix-Debüt mit Manor feiern werden. Und dann auch noch in Spa, der Strecke die nach meinem Heimrennen die zweitbeste Option ist“, kommentierte Ocon seine Beförderung. „Dank der Erfahrung, die ich dieses Jahr als Ersatzfahrer gesammelt habe, bin ich bereit für den Aufstieg. Ich möchte Renault und Mercedes dafür danken, dass sie das möglich gemacht haben.“

„Ich habe die Manor-Fabrik bereits besucht, habe die Sitzanpassung hinter mir und schon einige aus dem Team getroffen. Wir sind also bereit, nach der Sommerpause direkt Gas zu geben. Das Team hat dieses Jahr einen tollen Job erledigt und ich freue mich darauf, dass ich mit der Aufgabe betreut wurde, diesen Prozess fortzuführen. Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich losgeht.“

Rosenqvist übernimmt DTM-Cockpit

Obwohl sich die verbleibenden 4 DTM-Rennen nicht mit den Formel 1-Terminen überschneiden, gibt Ocon seinen Platz in der deutschen Tourenwagen-Serie auf. Wie Mercedes bereits offiziell mitgeteilt hat, wird der Youngster Felix Rosenqvist das C63 DTM-Cockpit übernehmen und bereits am 20. August in Moskau sein Renndebüt feiern.

Der amtierende Formel 3-Europameister war in diesem Jahr neben seinem Engagement als Test- und Ersatzfahrer in der DTM unter anderem auch in einem Mercedes-AMG GT3 im Einsatz. Ende Juli fuhr der Schwede beim 24h-Rennen in Spa-Francorchamps auf Platz zwei.

„Es ist eine riesige Chance für mich, in der DTM Rennen fahren zu dürfen“, freute sich Rosenqvist. „Ich bin schon seit vielen Jahren Teil der Mercedes-AMG Familie und dies war stets mein großes Ziel. Es wird eine echte Herausforderung für mich, während der Saison in eine so unglaublich starke Meisterschaft einzusteigen.“

„Mir ist bewusst, dass ich innerhalb einer kurzen Zeit sehr viel lernen muss. Dass ich in dieser Saison bislang als Test- und Ersatzfahrer im Team gewesen bin, sollte mir dabei helfen. Ich bin Mercedes sehr dankbar dafür, dass sie mir diese Möglichkeit geben. Ich kann es kaum noch erwarten, in Moskau auf die Strecke zu gehen!“

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