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Marchionne wird neuer Präsident

Montezemolo verlässt Ferrari

Luca di Montezemolo - 2014 Foto: Ferrari 54 Bilder

Nach fast 23 verlässt Luca di Montezemolo den Posten als Ferrari-Präsident. Der Wechsel an der Spitze des italienischen Sportwagenbauers hatte sich schon länger angekündigt. Neuer Ferrari-Präsident wird wohl Fiat-Boss Sergio Marchionne.

10.09.2014 Tobias Grüner

So schnell kann es gehen. Am Rande des Grand Prix-Wochenendes von Monza erklärte Luca di Montezemolo noch zur Spekulationen über seinen Rauswurf, dass er selbst über seinen Abgang bei Ferrari entscheiden wird. 4 Tage später hat er sich offenbar entschieden - oder er wurde dazu überredet. In einem offiziellen Ferrari-Statement durfte Montezemolo selbst seinen Abschied verkünden.

Montezemolo übergibt Ferrari-Zepter an Sergio Marchionne

"Das ist das Ende eine Ära. Ich habe entschieden, meine Position als Vorsitzender nach fast 23 fantastischen und unvergesslichen Jahren zu verlassen." Montezemolo begründete seinen Abgang mit der bevorstehenden Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft. Am 13. Oktober ist seine Ferrari-Zeit somit offiziell beendet.

"Ferrari wird eine wichtige Rolle beim Börsengang der FCA-Group (Fiat Chrysler Automobiles) an der Wall Street spielen", erklärte Montezemolo. "Damit beginnt ein neuer Abschnitt, der vom CEO des Gesamtunternehmens angeführt werden sollte." Die Position des neuen Ferrari-Chefs wird wohl Fiat-Geschäftsführer Sergio Marchionne übernehmen.

Der Abschied hatte sich in den letzten Monaten bereits angekündigt. Die anhaltende Formkrise des Formel 1-Teams war ein Faktor. Dazu wurde Montezemolo konzernintern zuletzt immer weiter entmachtet. Schon die Beförderung von Marchionne-Zögling Marco Mattiacci zum F1-Teamchef war ein erstes Signal, dass die Alleinherrschaft Montezemolos bei Ferrari ein Ende hat.

Der angekündigte Börsengang hätte den Machtbereich von Montezemolo noch weiter eingeschränkt. Dazu gab es zuletzt immer wieder öffentlich ausgetragene Unstimmigkeiten mit Marchionne. Durch den Rücktritt dürfte nun erst einmal wieder Ruhe in Maranello einkehren.

Montezemolo wird den meisten wohl in seiner Rolle als Präsident von Ferrari in Erinnerung bleiben. Dabei vergessen viele, dass der 67-Jährige aus Bologna 1974 und 1975 auch für kurze Zeit Teamchef des Formel 1-Rennstalls war. Das Motorsport-Geschäft hatte er an der Seite von Enzo Ferrari gelernt.

Montezemolo-Wechsel zu Alitalia?

"Mein Dank gilt vor allem den außergewöhnlichen Frauen und Männern in der Ferrari-Fabrik, den Büros an der Rennstrecke und den Märkten rund um den Globus. Sie sind die wahren Architekten des spektakulären Wachstums der Firma, seiner vielen unvergesslichen Siege und der Umwandlung in eine der stärksten Marken weltweit."

"Ich bin mit meinen Gedanken auch bei unseren Fans, die uns auch in den schwierigsten Momenten der Scuderia immer mit viel Enthusiasmus unterstützt haben. Ferrari ist die tollste Firma der Welt. Es war ein großes Privileg und eine Ehre ihr Anführer gewesen zu sein. Ich habe mich dieser Aufgabe in den vergangenen Jahren mit aller Leidenschaft und Entschlossenheit gewidmet. Für mich und meine Familie war und wird es immer das Wichtigste in meinem Leben sein."

"Ich wünsche den Anteilseignern, vor allem Piero Ferrari, der mir immer zur Seite stand, und allen anderen in der Firma viele weitere erfolgreiche Jahre, die Ferrari verdient", so Montezemolo zum Abschied. In Rente wird der ehemalige Capo aber noch nicht gehen. Nach Gerüchten aus Italien steht der Posten des Geschäftsführers der Fluglinie Alitalia schon für ihn bereit.

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