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Mario Theissen

"DTM momentan noch nicht interessant"

Foto: dpa 104 Bilder

Noch sieben Rennen ist das BMW-Logo in der Formel 1 präsent. BMW-Teamchef Mario Theissen beteuert noch einmal, dass eine Neuausrichtung der Firmenstrategie das F1-Projekt beerdigt hat. Die DTM sei eine mögliche Alternative, aber nicht in ihrer heutigen Form.

21.08.2009 Michael Schmidt

Für BMW wird es ein langer Abschied. Man ist noch sieben Rennen dabei, aber es ist nicht mehr das gleiche Gefühl wie vorher. Jeder in München weiß, dass das Formel 1-Abenteuer am 1. November in Abu Dhabi beendet ist. 420 Mitarbeiter in Hinwil hoffen, dass es wenigstens für sie nach Abu Dhabi noch weitergeht.

Teamchef Mario Theissen macht ihnen Hoffnungen: "Wir haben unsere Entscheidung getroffen, und versuchen jetzt, das beste aus der Situation zu machen, um für die Mannschaft in Hinwil eine Lösung zu finden." Priorität habe der Plan, einen Nachfolger zu finden. Dabei geht es nicht nur um die geforderte Summe von insgesamt angeblich 100 Millionen Euro. "Es geht auch darum", so Theissen, "dass der Rennstall danach auf einer gesunden Basis weitergeführt werden kann." Mit anderen Worten: Finanzjongleure, die das Team später wieder verkaufen wollen, wird BMW nicht akzeptieren. Und solche sind offenbar unter den Interessenten dabei. "Das Spektrum reicht von einfachen Anfragen bis hin zu professionellen Strukturen."

Ausrichtung auf Saison 2010

Theissen verspricht, dass sich alle Beteiligten bis zum Saisonende so ins Zeug legen werden, als ginge es in der nächsten Saison weiter. Schon aus Eigeninteresse. "Die positive Erkenntnis aus der Situation ist die, dass jedem im Team klar ist, wie wichtig es jetzt ist, eine gute Visitenkarte abzugeben. Wenn wir die Formkurve wieder nach oben drehen, haben wir bessere Chancen das Team zu verkaufen."

Theissen widerspricht den Kritikern, die behaupten, der sportliche Misserfolg habe in München dafür gesorgt, die Reißleine zu ziehen. "Wir wären auch als WM-Kandidat abgetreten. Vielleicht hätten wir es dann aber erst am Saisonende bekanntgegeben." Den Zeitpunkt der Ankündigung habe die drängende Unterschrift unter das Concorde Abkommen festgelegt. "Der Konzern wollte eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Als wir gezwungen waren, Farbe zu bekennen, mussten wir die Entscheidung treffen."

DTM-Einstieg nicht ausgeschlossen

Auf die Rolle des Motorenlieferanten wolle man sich nicht beschränken, weil das für einen Hersteller innerhalb der festgesetzten fünf Millionen Euro pro Team nicht darstellbar sei. BMW wird sich in Zukunft anderen Motorsportkategorien zuwenden. 2010 wird das mangels schneller Alternativen weiterhin die Tourenwagen-Weltmeisterschaft sein. Für die Jahre danach schließt Theissen einen Einstieg in die DTM nicht aus. Er schränkt jedoch ein: "Sicher nicht in ihrer heutigen Form." Anders gesagt: Die DTM muss ihr technisches Reglement ändern, wenn BMW kommen soll.

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