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Mario Theissen im Interview

Suche nach Lösung für den Standort Hinwil

Mario Theissen Foto: dpa 104 Bilder

Nach dem angekündigten Ausstieg geht es für BMW in Valencia darum, sich mit guter Arbeit für eine Zukunft in der Formel 1 zu empfehlen, erklärte Teamchef Mario Theissen. Derweil werde mit Hochdruck daran gearbeitet, eine Lösung für den Standort Hinwil zu finden.

18.08.2009

Mit welchem Gefühl fahren Sie nach Valencia?
Theissen: Mit gemischten Gefühlen. Natürlich sind wir alle enttäuscht über die Entscheidung zum Ausstieg. Wir haben uns als Team in nur drei Jahren an der Spitze etabliert und haben dabei unsere Ziele immer erfüllt oder sogar übererfüllt. 2009 läuft es erstmals nicht wie erwartet. Natürlich hätten wir sehr gerne bewiesen, dass die schlechten Resultate in dieser Saison nur ein Ausrutscher sind. Jetzt fokussiert sich unsere Arbeit auf die nächsten Monate. Denn während hinter den Kulissen an Lösungen für das Team gearbeitet wird, ist sich jeder einzelne bewusst, dass gute Leistungen an der Rennstrecke das beste Zeugnis sind.

Mussten Sie ihre Mannschaft besonders motivieren nach der  Entscheidung des BMW-Vorstandes?
Theissen: Natürlich ist dies eine ungewöhnliche und sehr herausfordernde Situation für alle im Team. Wir haben noch sieben Saisonrennen in der Formel 1 in dieser Konstellation vor uns, und in denen wollen wir zeigen, dass wir stärker sind als die bisherigen Saisonrennen ausweisen. Für das Team geht es darum, sich mit guter Arbeit für eine Zukunft in der Formel 1 zu empfehlen.

Woraus ziehen Sie derzeit Kraft, mit BMW-Sauber noch das Bestmögliche zu erreichen?
Theissen: Wie schon erwähnt: Nach drei überaus erfolgreichen Jahren, in denen es für unser Team stetig nach oben ging, müssen wir nun erstmals durch ein Wellental. Das wurmt natürlich jeden einzelnen, motiviert aber gleichzeitig ungemein. Denn wir alle wollen wieder unsere wahre Leistungsstärke zeigen und uns mit guten Ergebnissen aus der Saison 2009 verabschieden.

Was kann das Bestmögliche denn noch sein in dieser Saison?
Theissen: Das Feld liegt nach wie vor sehr eng beieinander. Von daher sind Prognosen schwierig. Aber fest steht: Wir werden alles daran setzen, in den noch verbleibenden Rennen in die Erfolgsspur zurückzukehren. Dazu werden die Entwicklungspakete für Valencia und Singapur wie geplant umgesetzt.

Betrachten Sie das Formel-1-Aus von BMW auch als persönliches Scheitern?
Theissen: Natürlich hätten alle im Team und auch ich persönlich sehr gerne den eingeschlagenen Weg fortgesetzt. Die Erfolgsbilanz der vergangenen drei Jahre ist eindrucksvoll. Der F1.09 hat in diesem Jahr die Erwartungen nicht erfüllt, wir werden erstmals das Saisonziel verfehlen. Das ist allerdings auch bei den anderen Spitzenteams der Fall und in einem derart hartumkämpften Wettbewerb nicht ungewöhnlich. Auf der Entwicklungsseite wurden die Weichen für Rückkehr in die Erfolgsspur bereits gestellt. Die Grundsatzentscheidung des Vorstandes, aus der Formel 1 auszusteigen, basiert daher auch nicht auf der aktuellen Performance des Teams. Sie wurde im Hinblick auf die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens getroffen, und aus dieser Sicht kann ich die Entscheidung nachvollziehen.

Wie geht es insgesamt mit dem Rennstall weiter und was machen Sie nach dem 1. November 2009?
Theissen: Es geht zurzeit nicht um meine persönliche Zukunft, sondern um die des Teams und aller Teammitglieder. Hinter den Kulissen wird mit Hochdruck daran gearbeitet, gemeinsam mit potenziellen Interessenten und Peter Sauber eine Lösung für den Standort Hinwil zu finden. Das hat oberste Priorität, alles andere wird sich dann ergeben.

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