Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Mario Theissen

Keine Kündigungen bei Sauber

Mario Theissen Foto: Daniel Reinhard, Wolfgang Wilhelm 104 Bilder

Die Sauber-Mitarbeiter können ihr Glück kaum fassen. Erst wurde das Team gerettet, dann noch die gute Nachricht: Es wird keine Kündigungen geben, außer denen, die das Reglement verlangt. Teamchef Mario Theissen verrät: "Die neuen Eigentümer wollen das Team auf höchstem Niveau weiterführen."

24.09.2009

Qadbak, wer ist Qadbak? Nicht einmal BMW-Rennleiter Mario Theissen kann darauf eine Antwort geben. Nur ganz wenige Leute innerhalb von BMW und Peter Sauber kennen die Identität der neuen Eigentümer des Teams. Mario Theissen kann nur soviel verraten: "Sie kennen sich mit der Materie gut aus, und sie wissen, was sie erwartet. Sie haben klare Vorstellungen, die jetzt im Detail besprochen werden müssen."

Die neuen Teambesitzer sind absolut seriös

Eine dieser Vorstellungen lautet: "Qadbak will das Team auf höchstem Niveau weiterführen." Deshalb wird es 2010 auch keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Nur das Reglement zwingt Sauber, seinen Rennstall bis zum 31. Dezember 2010 von 420 auf 350 Mitarbeiter zu verschlanken.

Eine Sorge müsse man laut Theissen nicht haben. "Es gibt keinerlei Zweifel über die Seriosität der neuen Besitzer."Der Verkauf des Rennstalls von BMW an Qadbak wurden von der im Konzern verantwortlichen Abteilung für Akqusitionen getätigt. "Das Management war nicht daran beteiligt", bestätigt Theissen. "Die klare Trennung ist bei uns im Haus so üblich. So will man Interessenskonflikte vermeiden."

Startplatz für 2010 ist sicher

Eine der Priorität bei der Restrukturierung des Teams ist es, einen garantierten Platz im Feld zu bekommen. Im Moment ist Sauber die Nummer 14 in einem Feld von 13 Teams. "Die neuen Eigentümer waren über die Situation genau informiert", erzählt Theissen. Gibt es einen Plan B, falls keines der 13 gemeldeten Teams aussteigt und einen Platz für Sauber freimacht? "Den Plan B hat die FIA schon genannt", antwortet Theissen. "Dann stehen im nächsten Jahr 28 Autos am Start."

Wer im nächsten Jahr das Kommando an der Boxenmauer führt und wie das Team heißen wird, darüber muss in den nächsten Wochen gesprochen werden. Auf die Frage, ob er selbst eine Rolle einnehmen werde, meinte Theissen: "Mein persönliches Schicksal bleibt bis zum Jahresende offen. Ich will es nicht mit den Aufgaben vermischen, die jetzt noch zu tun sind."

Fahrerfrage ist noch völlig offen

Auch die Fahrerfrage ist im Augenblick völlig offen. Seit bekannt ist, dass Qadbak in seinem Programm keinerlei Kompromisse eingehen will, ist der Rennstall aus Hinwil eine interessante Adresse für jeden Formel 1-Piloten. Nach dem Renault-Skandal drängt sich logischerweise die Frage auf, ob ein Fahrer wie Nelson Piquet überhaupt noch tragbar für ein Team wäre. "Man müsste sich mit ihm erst einmal zusammensetzen und hinterfragen, wie er wirklich zu der Sache steht, die da passiert ist", relativiert Theissen.

Ohne den Vorfall damit entschuldigen zu wollen gibt Theissen zu, dass der Erfolgsdruck in den großen Teams größer geworden ist, und dass die Fahrer sich weniger durchsetzen können als früher. "In großen Teams ist die Kommunikationslinie strikter. Darin liegt eine gewisse Gefahr. Das rechtfertigt es aber nicht, dass ein Team oder ein Fahrer zu unerlaubten Mitteln greift. Der Erfolgsdruck für einen Hersteller ist sicherlich groß. Für uns gesprochen kann ich sagen, dass ich den Druck nie so verspürt habe."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden