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Mario Theissen

Mehrere Baustellen bei BMW-Sauber

Mrio Theissen Foto: BMW-Sauber 23 Bilder

Zum ersten Mal in der Teamgeschichte droht BMW-Sauber, die gesteckten Ziele nicht erreichen zu können. Zur sportlichen Schieflage kommt auch noch die Ungewissheit über das Reglement für die kommende Saison.

07.05.2009 Tobias Grüner

"Möglicherweise haben wir mit der Strategie einen Fehler gemacht", gesteht BMW-Sportchef Mario Theissen erstmals am Mittwoch (7.5.) in Barcelona ein. Die Weiß-Blauen haben im Gegensatz zur Konkurrenz keine kleineren Updates von Rennen zu Rennen gebracht, sondern holen in Barcelona gleich zum großen Schlag aus. "Bei der hohen Leistungsdichte im Feld, hätte die andere Taktik vielleicht mehr Erfolg gebracht", so Theissen.

Kampfgeist wurde geweckt

Die schlechten Resultate seien aber nun abgehakt. "Die Enttäuschung ist der Motivation gewichen. Unser Kampfgeist wurde geweckt", lautet die Ansage an die Konkurrenz. Dennoch ist der für diese Saison angepeilte Kampf um den WM-Titel erst einmal auf Eis gelegt. "Wir müssen realistisch bleiben. Es hat momentan einfach keinen Sinn vom Titel zu sprechen. Das heißt aber nicht, dass wir die Saison bereits aufgeben", stellt Theissen klar.

In Barcelona erwartet das Team mindestens einen Schritt von einer halben Sekunde. "Die Karosserie ist komplett neu." Allerdings ist noch kein Doppeldiffusor im Paket. "Wir haben es im Windkanal ausprobiert, aber der Diffusor brachte noch keine Verbesserung", erklärt Theissen. Die fehlenden Testfahrten bedeuteten ein erhöhtes Risiko beim Einsatz der neuen Teile. "Wir haben das Paket bisher nur bei einem Straight-Line-Test ausprobiert. Dabei wurden die Windkanaldaten bestätigt."

Hybrid nicht active in Barcelona

Beim Thema KERS wartet die nächste Baustelle auf die Ingenieure. Wie der Teamchef bestätigte, soll das Hybrid-System modifiziert werden. Eine neue Anordnung der Komponenten soll KERS endlich zu einem echten Wettbewerbsvorteil machen. In Barcelona geht erstmals keiner der beiden BMW-Piloten mit Hybrid-Power an den Start, was auch äußerlich sichtbar wird: Statt "Active Hybrid" prangt nun der Schriftzug "Connected Drive" auf der Motorhaube.

Als wären die Probleme in München und Hinwill noch nicht groß genug, grätscht nun auch noch der Automobil-Weltverband quer. Die Idee von Max Mosley, von zwei getrennten Reglements - mit und ohne Budget-Begrenzung - stößt bei Theissen auf wenig Gegenliebe. "Wir haben im Kundensport schlechte Erfahrungen mit zweigleisigen Reglements gemacht. Nachher muss es immer einen geben, der an den Stellschrauben dreht um die Chancen auszubalancieren."

Analyse des F1-Engagements

In der FOTA hat man sich darauf geeinigt, dass alle Mitglieder eine eingleisige Lösung favorisieren. "Auf dieser Basis sind alle zu Flexibilität bereit", so Theissen. Dass mittlerweile alle Teams dem Prinzip der Budgetgrenze zugestimmt haben, wollte der BMW-Mann aber nicht bestätigen. "Wir sprechen zuerst mit der FIA über unsere Vorschläge." Enttäuscht zeigte sich Theissen darüber, dass Max Mosley vor Verkündung seiner Pläne nicht mit den momentan aktiven F1-Teams gesprochen hat.

Sollte der Weltverband wie erwartet nicht zum Einlenken bereit sein, will BMW-Sauber eine erneute Analyse des F1-Engagements vornehmen. "Wenn die Rahmenbedingungen für die nächste Saison feststehen, werden wir die Situation evaluieren", kündigte Theissen an. Bis jetzt war das Ergebnis immer positiv. Doch das gilt sicher nicht für alle Zeiten.

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