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Mario Theissen

"Wir wollen unsere Fans nicht enttäuschen"

Mario Theissen Foto: dpa 12 Bilder

Die erste Hälfte der Saison 2009 lief für BMW-Sauber bisher enttäuschend. Der Plan, um die Weltmeisterschaft mitzufahren, ging nicht auf. "Man kann in der Formel 1 die eigene Leistung planen, nicht aber Erfolge", erklärte Motorsportchef Mario Theissen im Interview.

08.07.2009

Wie bewerten Sie die bisherige Saisonleistung des BMW-Sauber-Teams?
Theissen: Niemand im und außerhalb des Teams ist mit der aktuellen Situation zufrieden. Ein Blick auf das WM-Klassement zeigt, dass die Hackordnung in der Formel 1 in diesem Jahr ziemlich durcheinandergeraten ist. Die vier stärksten Teams der vergangenen Jahre sind kollektiv ins hintere Mittelfeld abgerutscht. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Zum ersten Mal nach drei überaus erfolgreichen Jahren erfüllen wir 2009 unsere eigene Zielsetzung sehr deutlich nicht.

Welche Fehler haben das Team und möglicherweise auch Sie selbst gemacht?
Theissen: Wir sind zu Saisonbeginn durch die Legalisierung des Doppeldiffusors ins Hintertreffen geraten. Seitdem arbeiten wir daran, bezüglich aerodynamischem Abtrieb aufzuholen. Ein weiteres Defizit sehen wir in der Ausschöpfung des Reifenpotenzials, vor allem bei tiefen Umgebungstemperaturen. Rückt dann das ganze Feld bis auf 1,5 Sekunden zusammen, steht man gleich weit hinten in der Startaufstellung.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in das Heimrennen am Nürburgring?
Theissen: Natürlich wollen wir die vielen Fans hier nicht enttäuschen. Dazu braucht es eine ordentliche Steigerung. Wir bringen am Nürburgring eine neue Version des Doppel-Diffusors an den Start, zusammen mit einer geänderten Fahrwerksabstimmung. Gerade die letzten Rennen haben gezeigt, wie viel von den Reifen abhängt und wie eng deren Arbeitsfenster ist. Hier liegt der Schlüssel für eine gute Leistung.

Welche Bedeutung hat der Deutschland-Grand-Prix für BMW?
Theissen: Natürlich gibt es bei Heimrennen nicht mehr Punkte als anderswo. Aber unsere Beziehung zum Ring ist sehr eng. Jedes BMW-Serienfahrzeug wird auf der Nordschleife erprobt. BMW hat in der Eifel grandiose Tourenwagen-Erfolge gefeiert, unterhält dort einen Stützpunkt des Fahrertrainings, die BMW-Lounge und das Ring-Taxi für die Nordschleife. Darüber hinaus leihen wir der neu errichteten BMW M Power Tribüne an der Start-Ziel-Geraden unseren Namen. Wir freuen uns sehr auf unser Heimrennen.

Welche Zielsetzung haben Sie für die zweite Saisonhälfte?
Theissen: Wir wollen am Ende der Saison sagen können: Es war eine enttäuschende erste Saisonhälfte, aber wir haben das Ding gedreht und den Anschluss an die Spitze wieder hergestellt.

Spüren Sie von BMW-Seite angesichts der wirtschaftlichen Lage und der zuletzt enttäuschenden sportlichen Ergebnisse erhöhten Druck für das Formel-1-Projekt?
Theissen: Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld stehen alle Projekte unter erhöhtem Druck, da macht die Formel 1 keine Ausnahme. Natürlich ist der Vorstand genauso wie jeder einzelne im Team mit unseren Resultaten nicht zufrieden. Man kann in der Formel 1 die eigene Leistung planen, nicht aber Erfolge. Im sportlichen Wettkampf muss man auch eine Durststrecke überwinden. Diesen Ehrgeiz haben wir, und dieses Verständnis hat auch der Vorstand.

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