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Mark Webber chancenlos

Red Bull-KERS spielt wieder Streiche

Mark Webber Foto: xpb 62 Bilder

Mark Webber fuhr in der Qualifikation auf verlorenem Posten. Die Red Bull-Mechaniker hatten das gesamte dritte Training erfolglos versucht, sein KERS zu reparieren. Ob es im Rennen funktioniert ist laut Webber "unvorhersehbar".

11.06.2011 Tobias Grüner

Mark Webber hat sich den schlechtesten Ort für einen KERS-Defekt ausgesucht. Auf dem Highspeed-Kurs in Montreal gehen ohne den 82-PS Hybrid-Boost rund dreieinhalb Zehntel pro Runde verloren. Zumindest die beiden Ferrari-Piloten, die direkt vor ihm ins Rennen gehen, hätte der Australier wohl geschluckt. So blieb dem frustrierten Routinier nur Rang vier.

"Es ist schwer, wenn man weiß, dass man auf jeder Geraden Zeit verliert", klagte der Red Bull-Pilot anschließend. "Trotzdem war es noch eine ganz gute Session für uns, wenn man die Probleme bedenkt."

Webber ging bereits mit schlechten Vorzeichen in den Nachmittag. Zuvor hatte er schon die dritte Trainingssitzung sausen lassen müssen, während die Mechaniker an dem KERS-Problem werkelten. "Für das Rennen ist der Verlust an Trainingszeit nicht so schlimm. Aber am Nachmittag war es nicht einfach. Man braucht Vertrauen beim Bremsen, mit den Kerbs und den Mauern. Zum Glück habe ich es geschafft, in den Rhythmus zu kommen. Am Ende war es also kein großes Problem."

Red Bull-KERS weiter unzuverlässig

Ob man das KERS über Nacht noch zum Funktionieren bekommt, konnte Webber nicht sagen. "Es wird eng. Die Jungs tun alles, was sie können. Es ist komplett unvorhersehbar. Manchmal geht es sehr gut. Da haben wir es im Griff. Dann mal wieder nicht. Das ist einfach eine große Herausforderung für uns. Und es kostet immer sehr viel Zeit, wenn es Probleme gibt."

Eigentlich hatten die Red Bull-Ingenieure gedacht, dass der Fehler bis zum Qualifying behoben ist. "Dann bin ich die Boxengasse rausgefahren und mir wurde über Funk gesagt, dass ich kein KERS habe. Ich habe gedacht: Das kann doch nicht sein. Ich habe doch noch gar nichts berührt. Wir haben bis zur dritten Quali-Runde versucht, es nochmal zum Leben zu erwecken. Aber es sollte nicht sein."

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