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Mark Webber

"Die anderen haben schneller entwickelt"

Mark Webber Foto: Red Bull 15 Bilder

Für Red Bull endete der Testwinter in Barcelona. Nach dem furiosen Teststart mit dem Red Bull RB5 wurde die Truppe in Barcelona wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

16.03.2009 Michael Schmidt

Sebastian Vettel war in seinem Dauerlauf zwar so schnell wie die Ferrari, doch seitdem die Brawn GP-Piloten eine Bestzeit nach der anderen fahren, gilt in der Formel 1 ein neuer Maßstab. "Wir treten auf der Stelle und wissen nicht warum", grübelte Vettel zu Beginn des Barcelona-Tests. Am Ende hellten sich die Mienen wieder etwas auf. Der modifizierte Frontflügel und der neue Unterboden brachten die erhofften vier Zehntel.

Red Bull RB5: F1 Technik 2009 1:52 Min.

Vettel hatte beim Jerez-Test davor die Konkurrenz mit einer Zeit von 1.19,055 geschockt. "Wir sind nicht absoluten Qualifikationstrim gefahren", verrät Teamchef Christian Horner. "Die Benzinmenge lag irgendwo zwischen Null und einem Zweistopprennen." Mark Webber bekräftigte. "Ich bin in Jerez die erste fliegende Runde mit richtig Benzin an Bord in 1.21,3 Minuten gefahren. Da dachte ich bereits: Das wird ein gutes Jahr. Ich hatte noch nie in meiner Karriere mit einem neuen Auto ein so gutes Gefühl." Es sollen 60 Kilogramm Sprit im Tank gewesen sein.

Schwächere Zeiten in der Kälte?

In Barcelona konnte Webber die gute Form von Jerez nicht mehr wiederholen. "Das Auto fühlte sich nicht schlecht an. Das war das alarmierende." Der Australier fand nur eine Erklärung: "Die anderen haben besser entwickelt als wir." Ein zweiter Ansatz: "Vielleicht waren auch die niedrigen Temperaturen an den ersten zwei Tagen schuld. Das Bild könnte sich zu unseren Gunsten ändern, wenn es wärmer wird."

Webber gibt aber auch zu, dass er sich in dem neuen Auto noch nicht so wohl fühlt wie Vettel. "Der mag Autos, die an der Vorderachse zupacken und im Heck etwas unruhig sind. Ich fahre ein anderes Setup als er. Sebastian hat die Aero-Balance mehr Richtung Vorderachse, die Bremsbalance mehr nach hinten und er fährt vorne weichere Federn."

Blockadeproblem beim Australier

Webber kämpft noch mit der unterschiedlichen Charakteristik der 2009er Autos und den Slicks. "Ich spüre die neuen Reifen noch nicht so wie das bei den Rillenreifen der Fall war. Das war immer meine Stärke. Schnell Vertrauen in den Grip des Reifens zu finden." Der Australier geht ins Detail. "In der ersten Phase des Bremsens ist alles wie immer. Aber dann geht mir irgendwie das Feingefühl verloren. Deshalb blockieren die Räder beim Anbremsen oft."

Auf sein verletztes Bein will Webber den Zeitverlust auf Vettel nicht schieben. "Zum Gehen ist es erst zu 70 Prozent wiederhergestellt, aber zum Autofahren reicht es. Die Ärzte haben mir gesagt, dass ich mit sechs Monaten rechnen muss, bis alles wieder wie früher sein wird. Die Muskeln müssen ihren neuen Platz erst finden." Letzten Mittwoch (11.3.) saß der Red Bull-Pilot zum ersten Mal seit dem verhängnisvollen Sturz auf einem echten Fahrrad. "Ich habe den Jungs versprochen, dass ich nur auf Asphalt fahre." Webber drehte eine Runde in Barcelona.

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