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Webber wieder im Pech

Wie in Abu Dhabi: Spritdrama bei Red Bull

Mark Webber GP China 2013 Ausfall Qualifying Foto: xpb 66 Bilder

Mark Webber startet beim GP China aus der letzten Reihe. Oder aus der Boxengasse. Der Australier blieb im Q2 ohne Sprit liegen. Eigentlich hätten noch 2,7 Liter Benzin im Tank sein müssen, doch es waren nur noch 0,15 Liter drin. Zu wenig für eine Spritprobe. Hat Red Bull aus dem Spritdrama von Abu Dhabi nichts gelernt?

13.04.2013 Michael Schmidt

Mark Webber trifft es knüppeldick. In Malaysia verlor er das Rennen, weil sich sein Teamkollege nicht an die Stallregie hielt. Drei Wochen später in China muss er vom Ende des Feldes, wahlweise mit einer neuen Fahrzeugabstimmung aus der Boxengasse starten. Da können einem schon komische Gedanken kommen. "Mit meiner Leistung bin ich zufrieden", sagte Webber mit versteinertem Gesicht. Was er nicht sagt: Nicht mit der seines Teams.
 

Nur 150 Milliliter im Tank

Red Bull kennt das Szenario. Beim GP Abu Dhabi des letzten Jahres blieb Sebastian Vettel nach seiner Qualifikationsrunde liegen. Im Tank befand sich weniger als die für eine Spritprobe erforderliche Menge von einem Liter Benzin. Nach langem Hin und Her wurde Vettel disqualifiziert. Red Bull versuchte sich mit höherer Gewalt und Problemen im Benzinsystem zu entschuldigen. Doch darauf fielen die Sportkommissare nicht herein.

Im Winter wurde die Regel geändert. Höhere Gewalt gibt es nicht mehr. Wenn das Auto nicht aus eigener Kraft an die Boxen zurückkehrt, muss es auf jeden Fall einen Liter Sprit an Bord haben plus die Spritmenge für die Distanz, die er noch bis zur Box zu fahren hätte. Mark Webber hat nach seinem unfreiwilligen Stopp im Q2 dieses Kriterium weit verfehlt. Im Tank des Red Bull mit der Startnummer 2 wurden nur kümmerliche 0,15 Liter gefunden. Das ist ein Schnapsglas. Damit musste der Australier für das Training disqualifiziert werden.

Marko: "Es sollten noch 2,7 Liter im Tank sein"

Da fragt man sich, wie so etwas innerhalb von sechs Rennen zwei Mal passieren kann. "Bei Mark sollten zum Zeitpunkt des Ausfalls noch 2,7 Liter im Tank gewesen sein. Wenn das nicht der Fall ist, stimmt etwas mit der Tankanlage nicht, oder es war menschliches Versagen", erklärte Teamberater Helmut Marko.

Eine Untersuchung ergab: Der Fehler lag in der Tankanlage. Sie gab 4,3 Liter weniger ab als einprogrammiert. Da man für drei Runden am Stück mindestens 10,5 Liter Kraftstoff verbrennt, fanden offenbar nur 6,2 Liter den Weg in das Auto. Webber helfen Erklärungen nichts. Der WM-Dritte glaubt nicht, dass er sein Husarenstück von 2011 wiederholen kann, als er vom Startplatz 18 auf Rang drei nach vorne fuhr. "Damals hatte ich deutlich mehr frische Reifensätze als meine Gegner. Diesmal haben sich alle so viele Reifensätze aufgespart wie möglich."

Webber mit Vettel-Taktik

Webber hätte wie Vettel auf die Pole Position verzichtet und wäre mit harten Reifen in das Rennen gestartet. "Wenn du nicht den Speed für die Pole Position hast, musst du mit einer anderen Strategie losfahren. Sonst startest du als Fünfter und kommst als Fünfter ins Ziel." Webber prophezeit deshalb: "Nach fünf Runden liegen Vettel und Button in Führung. Dann muss man sehen, wie sich die Reifen entwickeln." Und sein eigenes Rennen? "Wird ziemlich eintönig", meint der Pechvogel missmutig. "Mit diesen Reifen kannst du nicht attackieren, sonst fliegen sie dir um die Ohren. Du musst mitrollen und sie so gut wie möglich am Leben halten."

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